Peter Kahlenborn https://peterkahlenborn.de Intuitiv improvisierte Musik Mon, 16 Apr 2018 20:33:48 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.5 Kreativ sein: Die natürliche Anleitung zum Glücklichsein! https://peterkahlenborn.de/kreativ-sein-die-natuerliche-anleitung-zum-gluecklichsein/ https://peterkahlenborn.de/kreativ-sein-die-natuerliche-anleitung-zum-gluecklichsein/#respond Sat, 31 Mar 2018 19:29:31 +0000 https://peterkahlenborn.de/?p=11082 Frohe Ostern! Zunächst mal wünsche ich Dir inklusive Freunden und Familie Frohe und entspannte Ostertage! In diesem Newsletter möchte ich Dir kurz ein paar neue Ideen und unbedingt hörenswerte Musik aus Köln vorstellen! Ich bin sicher, die CDs zu denen ich gleich komme haben beide das Potential, endgültig den ersehnten Frühling einzuläuten. Oder täuscht mich…

Der Beitrag Kreativ sein: Die natürliche Anleitung zum Glücklichsein! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Frohe Ostern!

Zunächst mal wünsche ich Dir inklusive Freunden und Familie Frohe und entspannte Ostertage!

In diesem Newsletter möchte ich Dir kurz ein paar neue Ideen und unbedingt hörenswerte Musik aus Köln vorstellen! Ich bin sicher, die CDs zu denen ich gleich komme haben beide das Potential, endgültig den ersehnten Frühling einzuläuten. Oder täuscht mich das Gefühl, nicht der Einzige zu sein, der sich auf  Sonnentage freut? Einen Vorgeschmack auf das Gefühl »Sonne« – ein gemeinsamer Kaffee auf dem Balkon der Nachbarin – das durfte ich heute schon mal testen. Im T-Shirt in der Sonne sitzen … gut!

Immer wenn mir Musik passiert …

Immer wenn mir Musik »passiert«, ich anfange, unbeschwert drauf los zu malen oder irgendeine andere Art von Schaffensdrang sich in mir verselbstständigt fällt mir auf, dass alle »Probleme« aus meinem Kopf verschwinden. Nicht selten bedarf es sogar einer gewissen Phase der Konzentration, um mich nach solchen Anfällen überhaupt wieder an diverse Alltagsprobleme zu erinnern. »Ähm … ?«

Es ist, als hätte ich eine Welt vermeintlicher Begrenzungen verlassen um festzustellen, dass die Wirklichkeit aus einem Meer unendlicher Möglichkeiten besteht. Und: In erstere Welt zurückgekehrt muss ich mich der verschiedenen, angelernten Beschränkungen erst wieder mühsam erinnern. Nachdem ich das nun schon eine Weile bewusst beobachte, glaube ich folgende Gesetzmäßigkeit erkannt zu haben:

Kreativ sein ist die natürliche Anleitung zum Glücklichsein und der in sich schlüssige Beweis dafür, dass die Welt, das Universum, das Sein (nenne es wie Du willst) naturgegeben schön ist.

Von so einem Anfall und anderen Inspirationen erzähle ich in diesem Blog Beitrag verbunden mit dem Wunsch, ein paar inspirierende Gedanken an Dich weiterzugeben und Lust auf kreatives Gestalten zu wecken.

Ein Trommler Shirt und was es mit Carl zu tun hat

Irgendwie hat mich die Idee von einem fantasievoll gestalteten Schlagzeug T-Shirt nicht mehr losgelassen!

Das kam so: seit Wochen freue ich mich jeden Mittwoch über Carl und sein Schlagzeug T-Shirt. Carl ist einer meiner jüngsten Schüler und begeisterter Trommler.

Ein inspirierendes, kreativ gestaltetes Schlagzeug Shirt – das soll es für mich sein! Außerdem könnte es gerne ein bisschen nach Frühling duften!

Mit einem eher künstlerisch wirkenden Motiv, verspielt, aber nicht nur für Kinder. Etwas, das auch ich anziehe oder andere, Schlagzeug affine Menschen mit Hang zum Individuellen vielleicht auf ihrer Kaffeetasse sehen möchten. Ok. Das stimmt nicht ganz. Die Idee kommt erst später.

Alternativ erscheint vor meinem inneren Auge die humoristische Darstellung eines Schlagzeuger typischen Gefühls: Bspw. das anfängliche Schwirren im Kopf wenn es ans Lernen von Paradiddles, Double Paradiddles oder anderen »Rudiments« geht.

Während mich das früher manchmal zur Verzweiflung gebracht hat, muss ich heute regelmäßig über mich selbst lachen wenn ich an komplexen, neuen Koordinationsabläufen erst mal scheitere.

Dieses Gefühl a la »Guck mal – kannste das!?« damals, im Kindergarten!? Eine Hand macht eine Drehbewegung auf dem Bauch, während die andere über dem Kopf auf und ab tippt.

Wie ich interessanter Weise feststellen konnte eine kulturübergreifend beliebte »Challenge«. Eine Übersicht der »Original 26 Rudiments of Drumming« zum downloaden finden Schlagzeuger übrigens auf der Webseite der »Percussive Arts Society«.

Ferienzeit und »Mindset Kongress«

Also: freie Ferienzeit nutzen, den Rechner an und nach einem passenden T-Shirt suchen. Im Verlauf einer gemütlich vor mich hin genippten Latte Macchiato werde ich im Internet leider nicht fündig. Ich finde „da geht noch was“ – ich hätte gerne ein Design abseits von Mainstream und Massenware.

Ich liebe dieses Heißgetränk – aber weil zu viel Kaffee nicht gut ist … . Bevor ich also der Versuchung einer zweiten Latte erliege, breche ich meine Suche mit leicht ausgebremstem Enthusiasmus fürs Erste ab.

Ich wende mich wieder dem »Business Mindset Kongress« zu, den ich gerade Online verfolge und höre mir das aufschlussreiche Interview mit Petra Hermes an. Petra Hermes ist eine erfahrene Buchhändlerin und darauf spezialisiert, versteckte Einnahmequellen in lokalen, selbstständigen Unternehmen zu finden und in bare Münze umzuwandeln.

In ihrem kostenlosen Ebook habe ich einige interessante Infos für Selbstständige, auch solchen aus der »Kreativwirtschaft«, mit eigener Webseite gefunden. Überhaupt habe ich während des Business Mindset Kongresesses viele sehr interessante Speaker gehört. Die Teilnahme habe ich nicht bereut. Vielen Dank Max Be.

Kreativ Gestalten für jedermann und Frau

So erfahre ich von Spreadshirt, einem Online Shop, mit dessen Hilfe man selbst Shirts gestalten kann. Auf YouTube finde ich das Spreadshirt Tutorial von Marco Kolditz, der a la Sendung mit der Maus erklärt, wie genau ein Shirt Design eigentlich entsteht.

Schon nach wenigen Minuten packt mich ein unbändiger Spieltrieb und der Drang, sofort mit dem Gestalten loszulegen.

Zur »Shop-Eröffnung« schenkt Spreadshirt übrigens jedem Kunden 15% Rabatt auf alle Artikel. In meinem Fall gilt der Rabatt noch bis einschließlich 8. April 2018. Um gleich mal im Shop vorbeizuschauen musst Du hier klicken.

Wenn Dir ein Shirt, Accessoire oder meine Arbeit überhaupt gefällt unterstütze mich durch gerne durch hemmungsloses Einkaufen. Ich möchte gerne noch regelmäßiger Blog Beiträge schreiben, und auch die Menschen mit Kreativität zu infizieren, die sich ihres Genies noch gar nicht so bewusst sind. Auf jeden Fall lass mich wissen, wie Dir die Idee gefällt und schreib mir hier welche Entwürfe Dir am besten gefallen!

Musikempfehlungen: Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch

Natürlich dürfen Musikempfehlungen in meinem Oster Beitrag nicht fehlen: Dazu zwei ganz hervorragende CDs, diesmal wieder mit Spitzenmusikern aus meinem direkten musikalischen Umfeld.

Meine Frühjahrs CD Empfehlung Nr. 1: Die in der Tat traumhafte CD »Dreamlike« meines Kollegen Christoph Möckel, zu bestellen bei »Klaeng Records«.

In diesem Video kannst Du gleich mal in die CD reinhören!

Begleitet wird Christoph von den geschätzten Kollegen Matthias Akeo Nowak (b), ein Bassist mit, wie Musiker sagen, »Riesenohren«, Simon Seidel (p), einem wunderbar einfühlsamen Pianisten und Fabian Arends (d), einem meiner Kölner Lieblings Drummer.

Christoph Möckels Musik ist schlicht schön und sein entspannt warmer Sound hat das Potenzial, selbst hoffnungsloseste Workaholics zwangsentspannt aufs Sofa sinken zu lassen.

Das sehr persönliche Statement eines facettenreichen Musikers – vorbei geht nicht. Gast des Quartetts ist der Trompeter Menzel Mutzke, der mit seinem klaren Sound 5 der insgesamt 8 CD Tracks verfeinert.

Wenn Traumtöne wahr werden

Meine CD Empfehlung Nr. 2 kommt aus der direkten Nachbarschaft: »Home« von Sebastian Sternal.

Ich kann mir gut vorstellen, dass für den Kölner Kollegen die Besetzung Larry Grenadier (b), unter anderem Bassist des Brad Mehldau Trios, einer »der« Bands im zeitgenössischen Jazz, wahrhaftig ein Traum ist.

Für eine so spezifische, künstlerische Persönlichkeit entscheidet man sich nicht zufällig – und umgekehrt.

Während ich die selbstverständliche Leichtigkeit dieser Musik wahrnehme, wird mir einmal mehr bewusst, welche besonderen Kräfte intuitiv improvisierte Musik frei zu setzen vermag:

Zumindest für Jonas Burgwinkel (d), einem weiteren Lieblingsdrummer hinter Trommeln, Becken und diversen Gadgets sowie seinem Rhythmuspartner Larry Grenadier ist diese Aufnahme die erste Begegnung überhaupt!

Schon während des Eröffnungstracks »I am the Ocean« fühle ich mich auf erfrischende Weise umspült von lebendiger, gefühlter, authentischer Musik. Auch wenn der Titelsong »Home« erst die Nummer 4 in der Reihenfolge ist, fühle ich mich schon Sekunden nach Einlegen der CD vollkommen Zuhause.

Mit mit der balladesken Hymne »Twin Song« endet die CD nach exakt 53:53 min Spielzeit. Als die CD nach einer knappen Stunde ausgesprochen farbenreicher Musik in C Dur, dem »Home« Akkord der westlichen Musik ausklingt habe ich das Gefühl: Schlüssiger geht nicht.

Über diesen Link kannst Du Dir übrigens die ausführliche, lesenswerte PDF des Traumton Labels zur CD automatisch kostenlos herunterladen!  Einen Video Trailer, natürlich mit Musik, findest Du hier. Darin kannst Du die Musiker während der Studio Aufnahme erleben und sehen wie genau die Musik entsteht, die später auch auf der CD zu hören ist. Bestellen kannst Du die CD bei dem einzigartigen Berliner Label »Traumton«. Direkt zur CD bei Traumton kommst Du über diesen Link.

Einen Videostream des Trios vom WDR 3 Jazzfest gibt es noch bis Mitte August (2018) auf ARTE Concert: 1:11 h lebendige Live Musik!

Unsere Trio CD in der »Radio Jazznacht« auf Bayern 2

Es ist einige Tage her, da bekomme ich eine Email von Ssirus Pakzad, Journalist und Fotograf aus München:

»Ich mache am Ostersamstag im Bayerischen Rundfunk eine 2-Stunden-Sendung (»radioJazznacht« Bayern 2) über Musiker-Labels und Musiker-Eigenproduktionen.«

Unter anderem möchte er in der Sendung meine Trio CD »Vesica Pisces« vorstellen und berichtet von anderen Musikern, die ebenfalls ihr eigenes Label gegründet haben. Er fragt nach, warum sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben und wie ihre bisherigen Erfahrungen mit der Selbständigkeit sind. Hier gehts zur Sendung – heute in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag 00:05 – 02:00 h auf Bayern 2!

Wenn Du möchtest schenke ich Dir zu Ostern drei Tracks der o.g. CD, quasi als »Pröbchen«. Zu Deinem Gratis Download klicke einfach diesen Link!

Bemerkung am Rande: Ssirus Pakzad postet regelmäßig super schöne, ausdrucksstarke Portraits von Musikern, afrikanischen Masken, einer weiteren Leidenschaft sowie inspirierende Landschafts- und Städte Bilder auf Instagram. Vorbeischauen lohnt sich!

Jetzt wird aber endgültig …

Ich wünsche Dir und allen die Dir wichtig sind schöne Ostertage und Ferien mit interessanten neuen Eindrücken. Wenn der Beitrag Dir gefällt klick den Facebook unter diesem Beitrag und teile ihn mit Freunden und Bekannten. Wenn Dir T-Shirts, Musik und vorgestellte Musiker gefallen mach andere darauf aufmerksam und trage aktiv dazu bei, Menschen bewusst zu machen was für ein besonderer und schöner Ort diese Welt ist.

Hier noch mal alle wichtigen Links für Dich zusammengefasst:

Peters’ Drum Shirts

Christoph Möckel bei Klaeng Records

Sebastian Sternal Trio bei Traumton Records

Danke! Jazz Up Your Life!

Peter

Der Beitrag Kreativ sein: Die natürliche Anleitung zum Glücklichsein! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/kreativ-sein-die-natuerliche-anleitung-zum-gluecklichsein/feed/ 0
Das »Fanta Kolloquium« Konzert: eine Autohupe beweist, dass Du fantastisch bist! https://peterkahlenborn.de/das-fanta-kolloquium-konzert-eine-autohupe-beweist-du-bist-fantastisch/ https://peterkahlenborn.de/das-fanta-kolloquium-konzert-eine-autohupe-beweist-du-bist-fantastisch/#respond Sun, 17 Dec 2017 16:34:26 +0000 https://peterkahlenborn.de/?p=5492 Ganz normaler Wahnsinn? Kennst Du das? Schwirren in Deinem Kopf auch schon mal Gedanken herum, die Dir leicht penetrant irgendein »ich sollte« oder »ich müsste« hinterher rufen? »Ich sollte mehr Sport treiben, mehr Zeit mit den Kindern verbringen, gesünder essen, endlich abnehmen?« Oder: »Ich müsste öfter meine Mutter besuchen, mich verwirklichen, mein volles Potential entfalten,…

Der Beitrag Das »Fanta Kolloquium« Konzert: eine Autohupe beweist, dass Du fantastisch bist! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Ganz normaler Wahnsinn?

Kennst Du das? Schwirren in Deinem Kopf auch schon mal Gedanken herum, die Dir leicht penetrant irgendein »ich sollte« oder »ich müsste« hinterher rufen?

»Ich sollte mehr Sport treiben, mehr Zeit mit den Kindern verbringen, gesünder essen, endlich abnehmen?«

Oder: »Ich müsste öfter meine Mutter besuchen, mich verwirklichen, mein volles Potential entfalten, mehr üben, effizienter arbeiten«?

Gerne auch verwendet mit dem Zusatz »schnell«: »Ich sollte schnell noch einkaufen, diese wichtige Email beantworten«?

You Name it.

»Du musst niemand werden, Du bist schon wer!«

Wie oft sind wir in Gedanken damit beschäftigt etwas zu sollen oder müssen, und wie oft im Verhältnis dazu zelebrieren wir, was wir doch längst sind? Dabei, denke ich, hat der Psychologe Robert Betz recht wenn er sagt: »Aus Dir muss nicht erst jemand werden, Du bist schon wer!«

Wir sind fantastisch! Du bist fantastisch.

Wir zelebrieren das musikalisch jetzt mal ganz bewusst: mit dem »Fanta Kolloquium«. Wir, mein Trio mit den »Fantastischen Zwei« Ralph Beerkircher und Tobias Hoffmann (git), sowie unseren illustren Gästen, dem fantastischen Robert Landfermann (bass) und dem nicht weniger fantastischen Sebastian Gille (sax).

19.12.2017 im Artheater bei »Jazz-O-Rama«

Artheater 2016 | Foto Peter Tümmers

Wir nehmen einfach den nächsten fantastischen Dienstag, den 19.12.2017 um im fantastischen Artheater Köln Ehrenfeld in der fantastischen Veranstaltungsreihe »Jazz-O-Rama« mit fantastischen Zuhörern zu feiern! 21.30 h  geht’s los!

Ist es nicht fantastisch dass wir gehen, riechen, schmecken, sehen oder verdauen können? Das wir vertraut mit Freunden und Familie sein, oder freundlich zu Fremden sein können? Das wir Musik spielen, malen, Gedichte schreiben, tanzen, oder auf andere Art und Weise kreativ sein können, und sei es nur, dass wir einen schönen Moment mit der Handy-Kamera festhalten?

Ist es nicht absolut faszinierend, was für ein technisches Wunderwerk unser Körper ist? Oder welch ein komplexes Genie unser Geist? Und sei es nur, dass er uns ermöglicht Arme und Beine folgerichtig zu koordinieren um Rad zu fahren, oder so kluge Entscheidungen zu treffen wie den heutigen Nachmittag einfach mal ganz entspannt auf dem Sofa zu »vertrödeln«?

Autohupe: Wir sind fantastisch. Du bist fantastisch!

Ob wir uns und unsere Umwelt tatsächlich als fantastisch erleben, ist oft genug schlicht und einfach eine Frage der Perspektive. Ist, wenn wir uns nur bewusst dafür entscheiden, nicht die ganze Welt fantastisch?

Erst neulich hat mir das jemand einfach und ohne Worte erklärt:

Ich sitze im Cafe, am Nebentisch ein Paar mit Kleinkind, ich nippe genüßlich an meinem Cappuccino, man genießt allgemein die Ruhe und entspannt sich. Just in dem Moment hält genau vor uns ein PKW, dessen Fahrer aus unersichtlichen Gründen ein minutenlanges Hupkonzert beginnt.

Es ist laut.

Der Mann hupt in immer kürzeren Abständen, die Hupe immer länger durchdrückend. Es dröhnt in den Ohren. Ordentlich.

Allmählich verziehen die Menschen im Cafe ihre Gesichter und verdrehen genervt die Augen. Während das Gehupe weiter geht, beginnt das kleine Mädchen am Nachbartisch vergnügt zu tanzen, dreht sich im Kreis und verliert sich in einem ekstatischen: „Tüt tüt! Tüt tüüüüüt!“.

Wir können also ein und dasselbe völlig unterschiedlich wahrnehmen, und darüber entscheiden, ob wir lieber tanzend im Paradies, oder genervt in der Hölle leben. Beides zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.

Kindermund: »Ich glaube, das Leben wird schön«

Kindergartenkind Peter

Ich werde meinem Vater ewig dafür danken, dass er so manche kleine Weisheit konserviert hat, die seine Schul-, Turn- und eigenen Kinder im Laufe seiner Zeit als Lehrer von sich gegeben haben.

Einer meiner Lieblingsaussprüche lautet: »Ich freu mich so über das Leben. Ich glaube das wird schön!«. Diesen wunderbaren Satz habe ich laut meinem Vater als Kindergartenkind ausgesprochen.

Welcher vernünftige, stressfreie Gedanke ließe sich finden, der für eine andere Erkenntnis spräche als die, dass das Leben tatsächlich fantastisch ist? Haben wir nicht alle Möglichkeiten dazu in der Hand, Umwelt-, Politik- und sonstige Probleme zumindest in unserem Kopf zu beenden? Schon mal ein paar Probleme weniger.

Wir sind fantastisch. Du bist fantastisch! Wie könnten wir überhaupt etwas anderes sein als fantastisch?

Let’s celebrate!

Hier nochmals unsere Einladung: Komm am 19.12.2017, dem nächsten fantastischen Dienstag im fantastischen Kölner Artheater im Rahmen der fantastischen Veranstaltungsreihe »Jazz-O-Rama« vorbei. Lets celebrate!

Wir spielen fantastische Musik von fantastischen Komponisten wie dem fantastischen Paul Motian, dem fantastischen Thelonious Sphere Monk sowie fantastische eigene Werke!

Übrigens findet im Anschluss an unser Konzert die fantastische wöchentliche, öffentliche »Jazz-O-Rama« Jam-Session mit vermutlich gewohnt fantastischer Musik und fantastischen Musikern der fantastischen Kölner Szene statt!

Falls Du es aus irgendwelchen lebenspraktischen oder unpraktischen Gründen doch nicht schaffst, setze Dich kommenden Dienstag zumindest einen Moment irgendwo in Ruhe hin, freu Dich mit uns darüber wie fantastisch Du bist und trink ein Gläschen darauf.

Idealerweise suchst Du Dir vorher noch jemanden zum gemeinsam Feiern?

Check it out: Einstein und The Squid with a Pen

Noch ein kleiner Tipp: Egal ob Du selbst zeichnest oder Dich einfach gerne an gekonnten, erfrischend präsentierten Illustrationen erfreust: Schau mal bei »The Squid with a Pen« vorbei!

An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön an »Tintenfisch« Thomas Ries! Danke für die wunderbare, unterhaltsame Besprechung unserer Trio CD in dem lesenswerten Beitrag »Feet on the ground, minds in the sky – Listening to the Peter Kahlenborn Trio’s new album “Vesica Pisces”«. Unter anderem mit interessanten Verweisen auf Albert Einstein, August Sander und Jean-François Lyotard.

Danke auch für die schöne Zeichnung oben (siehe Beitragsbild)!

Go with your feeling

TED Talk Magnus Walker

Zum Abschluss, sozusagen als Anregung für Daheimgebliebene ein Hinweis auf Magnus Walker’s inspirierenden TED Talk »Go with your feeling«.

Der Mann, der als 15jähriger die Schule schmeißt, sich weigert die langen Haare abschneiden zu lassen, als Volontär in ein Feriencamp nach Amerika verschwindet und, um die Klamotten tragen zu können die er gerne tragen möchte ein eigenes Bekleidungsunternehmen gründet, das sich unbeabsichtigt zu einem riesigen Unternehmen entwickelt, erzählt seine außergewöhnliche und inspirierende Lebensgeschichte.

Also, lass es ruhig mal sacken: Du bist fantastisch!!

In diesem Sinne, Peter

Der Beitrag Das »Fanta Kolloquium« Konzert: eine Autohupe beweist, dass Du fantastisch bist! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/das-fanta-kolloquium-konzert-eine-autohupe-beweist-du-bist-fantastisch/feed/ 0
Die Welt ist voll netter Menschen: über Liebe, Mut, Eigeninitiative und natürlich Musik https://peterkahlenborn.de/die-welt-ist-voll-netter-menschen-ueber-liebe-mut-eigeninitiative-und-natuerlich-musik/ https://peterkahlenborn.de/die-welt-ist-voll-netter-menschen-ueber-liebe-mut-eigeninitiative-und-natuerlich-musik/#respond Sun, 15 Oct 2017 13:46:27 +0000 https://peterkahlenborn.de/?p=5118 Jazz, das ist nichts für Feiglinge Altwerden, das ist nichts für Feiglinge – meint Joachim Fuchsberger, Vorbild aus frühen Kindertagen in seinem Buch aus dem Jahr 2010. Der Titel, laut Cathrin Kahlweits Artikel in der Süddeutschen ein Zitat von Schauspielerin Mae West, weckt in mir Assoziationen zu Musik. Während ich über Improvisation nachdenke, kommt mir der Gedanke: Jazz –…

Der Beitrag Die Welt ist voll netter Menschen: über Liebe, Mut, Eigeninitiative und natürlich Musik erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Jazz, das ist nichts für Feiglinge

Altwerden, das ist nichts für Feiglinge – meint Joachim Fuchsberger, Vorbild aus frühen Kindertagen in seinem Buch aus dem Jahr 2010. Der Titel, laut Cathrin Kahlweits Artikel in der Süddeutschen ein Zitat von Schauspielerin Mae West, weckt in mir Assoziationen zu Musik.

Während ich über Improvisation nachdenke, kommt mir der Gedanke: Jazz – auch das ist nichts für Feiglinge.

»Halte Dich nicht damit auf, unausweichliche Realitäten ändern zu wollen«. Und: »Vertraue dem natürlichen Fluss der Dinge«. Oder: »Realität ist immer was Du draus machst«. Ob beim Üben alleine, während einer Probe mit Kollegen, oder öffentlich auf der Bühne: ständig versorgt mich die Musik mit ähnlich nützlichen Ratschlägen. 

Das Risiko, im nächsten Moment zu scheitern bewusst in Kauf zu nehmen erfordert tatsächlich Mut, Authentizität und Aufrichtigkeit. Gleichzeitig entstehen während einer Improvisation gerade aus dem »Scheitern« heraus oft die schönsten Momente. Zu »scheitern« also, was heißt das schon?

Titel Foto: Alvaro Parada

Oder: »Who is who to say what is what?« So sagt es Jimmy Wormworth, aktiver Schlagzeuger, 80 Jahre jung, mit dem ich diesen Sommer viel Zeit verbracht habe. Dazu später mehr. Jimmy’s Masterclass in Spanien (siehe Titelfoto ©AlvaroParada), inklusive Auszüge aus persönlichen Interviews, ist einen eigenen Beitrag wert. Einen kleinen Vorgeschmack auf diesen humorvollen Gentleman hinterm Schlagzeug gibt der Dokumentarfilm »Through the Eyes of a Drummer«, den der New Yorker Bassist Neal Miner gedreht hat.

Aber warum glauben wir überhaupt an Begriffe wie »scheitern«, wenn das vermeintliche Scheitern ein letztlich unausweichlicher Bestandteil aller Lernvorgänge ist?

Oder mit dem Volksmund gesprochen: »Nur wer wagt, gewinnt«. Bezogen auf Musik trifft das unbedingt zu.

Selbst gestalten: »wählen gehen« nach der Wahl

Eigeninitiative: das täglich geöffnete Wahllokal

Erfreut nehme ich also wahr, dass wir uns zunehmend mehr zutrauen, und eigeninitiativ Lebensräume gestalten: Kathrin Magno näht leidenschaftlich gerne, entwirft phantasievolle (Kinder-) Kleidung und eröffnet »Mondomagnifici«. Musiker organisieren eigene Konzertreihen (s.a. Spielorte in Köln), spielen auf der Straße oder geben Konzerte zuhause. Stefanie Mohsennia kündigt ihren Beamtenjob und schreibt gemeinsam mit anderen »Freilernern«, Familien, deren Kinder nicht zur Schule gehen das Buch »Wir sind so frei«. Sie hält europaweit Vorträge und hilft Menschen als Lehrerin für Alexandertechnik. Oder Marc Antonius Dominick: kündigt »einfach« seinen Job als Manager, um – aus Überzeugung – die Plattform »Spread Your Talent« zu gründen, und Musiker zu unterstützen und zu beraten.

Kathrin Magnos‘ »Mondomagnifici«

Menschen, die einfach und unabhängiger leben möchten organisieren sich neu und anders, »bezahlen« sich gegenseitig durch den Austausch von Leistungen, oder entwickeln regionale Währungen. Übrigens spannend zu lesen: »Das Experiment von Wörgl« – Wege aus der Wirtschaftskrise durch Eigeninitiative.

Immer mehr Menschen entscheiden sich, täglich »wählen zu gehen«, statt sich darauf zu beschränken, alle 4 Jahre ein Kreuzchen dem Papier zu machen. Sie nutzen aktiv die Chance, ihr eigenes Leben bewusst zu gestalten.

Im Jazz nehme ich diese Strömung deutlich wahr. Zum einen beobachte ich das zunehmende Interesse einer ständig wachsenden Anzahl Neugieriger, die sich, einmal damit in Kontakt gekommen, nachhaltig von lebendiger Musik anstecken lassen. Zum anderen nutzen immer mehr junge Musiker die, wie es Prof. Dieter Manderscheid (MUHO Köln) während einer Podiumsdiskussion der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) treffend ausdrückt, »Unschärfe des Begriffs Jazz, um damit zu verbinden ‚wir wollen unsere eigene Musik machen‘.«

Begriffsunschärfe Jazz: »wir machen unsere eigene Musik«

Seit Anfang des Jahres haben sich öfter Sessions, Treffs, bei denen Musiker zwanglos zusammen spielen und sich austauschen, mit genau solchen Musikern aus dem Umfeld der Musikhochschule ergeben. Sehr schön. Unter anderem resultiert daraus ein Konzerttermin:

Ich freue mich darauf, diesen Monat im »Greesberger« ein Quartett vorzustellen, direktes Resultat solcher Sessions. Ich bin sicher, Konzertbesucher können im Greesberger eine kreative, ansteckend lebendige Atmosphäre erleben. Zu diesem Konzert gleich mehr.

Der 2015 verstorbene Pianist John Taylor, musikalisch bedeutsamer Ziehvater vieler Musiker meiner Generation, hat immer gerne davon gesprochen, wie sehr ihn seine Hochschularbeit, die Begegnung mit nachkommenden Generationen inspiriert. Hier der Ausschnitt eines unvergesslichen Abends mit John Taylor live @ Klaeng Festival Köln. Die im Video zu hörende Komposition ist allerdings nicht (wie angegeben) »Pure & Simple« (by John Taylor), sondern Irving Berlins »How deep is the Ocean«, eines der Stücke die John immer wieder gespielt hat.

Aus erster Hand zu erfahren, was nachkommende Generationen denken, welche Erfahrungen und Einflüsse sie mitbringen, wie sie die Welt sehen, und was sie darin verändern möchten und wie – das hat auch mich schon immer interessiert. Allerdings fange ich vermutlich erst an das wirkliche Potential solcher Begegnungen zu verstehen, und warum John bei jeder Gelegenheit so bewusst dafür geworben hat. Inzwischen selbst um ein paar Erfahrungen reicher, wertschätze ich den Austausch zwischen den Generationen älter wie jünger immer mehr.

Konzert »Jazz im Greesberger« (Köln) 23.10. | 20 h

Montag, den 23.10.2017 um 20 h spielen wir in der von Studenten der Musikhochschule kuratierten Reihe »Jazz im Greesberger«. »Wir«, das ist genauer gesagt eine drei-Musikergenerationen-Band.

Mit dem Saxofonisten Sven Decker, Jahrgang 1979, wollte ich schon länger mal zusammen spielen. Das Greesberger Konzert ist ein schöne Gelegenheit. Ein vielseitiger, wunderbarer Musiker an Tenor Saxofon, Klarinette und Bassklarinette. Zu Sven Deckers Webseite geht es hier. Außerdem dabei: die jungen Kollegen Jannis Sicker (git) und Conrad Noll (b), beide Studenten der Musikhochschule Köln. Prädikat hörenswert! Hier findest Du die Veranstaltung und weitere Infos auf Facebook.

»Widmungen«: die Welt braucht aktuell etwas Schönes?

Video »komponieren auf Vaters Gitarre«

Musikalische »Widmungen« sind oft persönlich vergebene »Ehrennadeln«, Verneigungen gegenüber musikalischen Vorbildern und anderen Menschen, denen sich ein Musiker besonders verbunden fühlt. Ich habe mir solche musikalischen Liebeserklärungen zum Thema gemacht und arbeite aktuell an einem Programm mit solchen Widmungen, neue Kompositionen, die wir an diesem Abend uraufführen werden.

Diese Arbeit ist von einem Bedürfnis nach Harmonie und Schlichtheit begleitet und dem Gefühl, die Welt braucht gerade was »Schönes«. Zu hören sind »Widmungen« an John Taylor, Michael Jackson und den erst im August verstorbenen Gitarristen John Abercrombie. Neugierigen und Abercrombie-Fans lege ich dieses wunderbare Interview mit John Abercrombie aus dem Jahr 2014 ans Herz: viele informative Einblicke in die (Musik-) Geschichte der letzten 50 Jahre, authentisch und offenherzig erzählt. Einen kleinen Vorgeschmack auf das Programm hier in diesem Video: »Johna«,  »Writing Music From My Father’s Old Guitar«. Für weitere Ohrenerfrischung sorgen frisch zubereitete Standardbearbeitungen und Eigenkompositionen von weiteren Bandmitgliedern.

Also: Es wird schön! Danke dem »Greesberger« und Organisator Fabian Dudek für die Einladung!

Spielorte in Köln: »Modell Bürgerinitiative«

In den letzten Jahren ist oft die Rede von der Jazz Stadt Köln. Es fühlt sich gut an, Teil einer tatsächlich unglaublich vielseitigen, vitalen Szene kreativer Musiker, Veranstalter, Fans und anderer Künstler zu sein.

Mittlerweile gibt es neben den etablierten Konzertorten wie »Loft«»Stadtgarten«»Altes Pfandhaus« und »Kölner Philharmonie« eine Vielzahl an Veranstaltungsreihen in nahezu allen Stadtteilen. Bürgerinitiativen sozusagen, initiiert, organisiert und kuratiert von engagierten Hobby- und Profimusikern, Gruppen, Künstlerinitiativen – mit Unterstützung von Kölner Kneipiers und Clubbesitzern. Dazu gehören das »Roxy«»ABS«»Artheater«»Subway«»Greesberger«»Heimathirsch« und »Salon de Jazz«, um spontan einige zu nennen.

Gleichzeitig beobachte ich, dass die eigene Intuition vielen potentiell kulturinteressierten Menschen nach einem vollgepackten (Arbeits-) Tag eher zu einem Buch, einem Yoga Kursus, oder zu Stille und Nichtstun rät. Diese inneren Ratschläge in dem Moment zu befolgen, ist sicher richtig.

Schillers »Tochter der Freiheit« – Kunst, das Vitamin C die Seele!

Gesprächen entnehme ich allerdings, dass selbst bei erfolgreicher Entspannung oft ein gewisses Hungergefühl nach Kultur zurückbleibt, und sei es nur das Bedürfnis nach Abwechslung, Anregung, etwas Neuem – nach einer Umgebung die einfach »anders« ist.

Hunger nach kleinen Kurzurlauben für Seele und Geist, ähnlich anregend wie der Aufenthalt in einem fremden Land oder einer fremden Stadt. »Reisen bildet«, auch mentales Reisen. Mehr noch: Inspiration ist das Vitamin C für Seele und Geist, im wahrsten Sinne des Wortes. Lateinisch Vita, das Leben.

Auch wenn an den oben genannten Veranstaltungsorten durchweg Musik auf höchstem Niveau geboten wird, muss es nicht immer »große Kunst«, und auch nicht »Jazz« sein. Wohl aber hat die Natur es so eingerichtet dass die Voraussetzung für vollständige Gesundheit natürlich belassene Nahrung ist, auch, und vor allem auf geistiger Ebene. 

Etwas in uns liebt den besonderen Geschmack des Selbstgemachten, des Anderen. Wir brauchen ein bisschen Aufregung. Wir benötigen ein gewisses Maß an kreativer Unordnung, etwas, das unserer kleines, selbst kreiertes Weltbild gelegentlich hinterfragt und uns ermöglicht, Schwachstellen zu erkennen und Korrekturen vorzunehmen. Wir brauchen den Kontakt zu Menschen die für etwas »brennen«, um uns daran zu erinnern, wofür wir »brennen«.

Wir brauchen dazu (Frei-) Räume, in denen wir uns zwanglos bewegen, unkonventionell denken können und die uns gleichzeitig herausfordern.

»Denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit, und von der Notwendigkeit der Geister, nicht von der Notdurft der Materie will sie ihre Vorschrift empfangen.«

Friedrich von Schiller

»Spielplätze« wie die oben genannten sind nicht, wie häufig suggeriert, lediglich relevant für die Musiker selbst, und vielleicht ein paar verlorene Nachtschwärmer. Sie sind der Humus einer ganzen Szene, deren Potential bis weit über seine Grenzen hinausstrahlt: im Falle Köln beispielsweise in Form der vielen Musiker, die täglich »ausschwärmen« um an Schulen, Musikschulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen zu unterrichten oder landesweit Konzerte zu geben.  

Do it yourself: »Welt verändern leicht gemacht«

Ich bin sicher, solche (möglichen) Orte gibt es nicht nur in Köln, und man muss gar nicht immer erst zu ihnen hin, um ihr Potential für sich zu nutzen. Überall lassen sich Orte für Kunst einrichten: Kunst braucht nicht viel. Den kaum genutzten Gemeindesaal, das leerstehende Geschäftslokal oder einfach das eigene Wohnzimmer – ein Konzert, eine Lesung, ein Vortag, eine Klangmassage, eine kleine Ausstellung … .

Einen Ort, an dem man sich trifft und gegenseitig inspiriert – dazu braucht es nur ein paar Menschen, die es einfach tun. Wie wärs?

Initiiere und veranstalte selbst etwas, lade Musiker / Künstler ein! Ich helfe gerne mit Informationen und Kontakten, oder Du wendest Dich einfach direkt an die Kuratoren eines der o.g. Veranstaltungsorte.

Für die Idee »lebendiger Underground selbst kreiert« möchte ich explizit werben, und Unentschlossene ermutigen, es einfach mal zu versuchen. Zum täglichen Wählen gehören auch Entscheidungen wie »Fernbedienung versus Leben live«, oder »Online Freunde versus Zeit mit lebendigen Menschen«. Und: Kultur, sprich andere zu inspirieren, ist immer eine gute Wahl und in vielfacher Weise lohnend.

Eine Welt voll netter Menschen: Praktische Hilfen für den Alltag

In Sachen »Eigeninitiative« und »Welt verändern« hat Nick Ruffini von Drummer’s Ressource ein paar ganz einfach zu realisierende Tipps für den Alltag parat. Folgende Anregungen aus seinem letzten Newsletter gebe ich hier gerne weiter:

1. Call your friends and family and tell them you love them. Life is short and precious. (Ruf Deine Freunde und Familie an und sage ihnen dass Du sie liebst. Das Leben ist kurz und kostbar.)

2. Never miss the opportunity to tell someone how much they mean to you. (Verpasse keine Gelegenheit jemandem zu sagen wieviel er / sie Dir bedeutet.)

4. Light will always destroy darkness. (Licht wird Dunkelheit immer zerstören.)

5. The world is full of nice people. If you can’t find one, be one. (Die Welt ist voller netter Menschen. Wenn Du keinen finden kannst, sei einer).

6. Go listen to some music and cherish the fact that you’re alive. (Höre Dir ein bisschen Musik an und wertschätze die Tatsache dass Du lebst.)

Jazz up your life,

Peter Kahlenborn

Eckdaten Konzert 23.10.2017

Montag, 23. Oktober 2017 | Konzertbeginn: 20:00 h | Adresse: Greesbergerstr. 11 a in Köln | Eintritt frei – Spenden willkommen. Die Veranstaltung auf Facebook.

 

Der Beitrag Die Welt ist voll netter Menschen: über Liebe, Mut, Eigeninitiative und natürlich Musik erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/die-welt-ist-voll-netter-menschen-ueber-liebe-mut-eigeninitiative-und-natuerlich-musik/feed/ 0
10 Tage Spanien mit Ausnahme Schlagzeuger Jorge Rossy, Umfrage Ergebnisse und Gewinner! https://peterkahlenborn.de/10-tage-spanien-mit-schlagzeuger-jorge-rossy-umfrage-ergebnisse-und-gewinner/ https://peterkahlenborn.de/10-tage-spanien-mit-schlagzeuger-jorge-rossy-umfrage-ergebnisse-und-gewinner/#respond Sun, 30 Jul 2017 09:25:41 +0000 https://peterkahlenborn.de/?p=4675 Allen einen schönen Sommer – gleich gehts los! Zunächst mal: einen schöne Sommer und erholsame Ferien! Ich sitze auf gepackten Koffern: gleich geht’s los. Ich freue mich darauf an Jorge Rossy’s »Jazz Camp Begues« teilnehmen zu dürfen! Sozusagen Urlaub mit einem meiner größten Idole! Eine meiner Lieblingsaufnahmen: »I hear a Rhapsody« mit Chick Corea. Acht Tage…

Der Beitrag 10 Tage Spanien mit Ausnahme Schlagzeuger Jorge Rossy, Umfrage Ergebnisse und Gewinner! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Allen einen schönen Sommer – gleich gehts los!

Zunächst mal: einen schöne Sommer und erholsame Ferien! Ich sitze auf gepackten Koffern: gleich geht’s los. Ich freue mich darauf an Jorge Rossy’s »Jazz Camp Begues« teilnehmen zu dürfen! Sozusagen Urlaub mit einem meiner größten Idole! Eine meiner Lieblingsaufnahmen: »I hear a Rhapsody« mit Chick Corea. Acht Tage Jammen, Konzerte, Lernen, Eigenes weitergeben – mitten unter Jazzbegeisterten zwischen 10 und 85 Jahren. Darunter neben Jordi so fantastische Musiker wie Chris Speed, Seamus Blake, PeterBernstein, Deejay Foster, Roger Mas, Michael Kanan, Putter Smith, Judy Niemack und Schlagzeug Legende Jimmy Wormworth. Die Dokumentation über Mr. Wormworth »Through the Eyes of a Drummer« ist nicht nur ein wunderbares Musikerportrait, sondern ermöglicht tiefe Einblicke in Geschichte und Hintergründe dieser Musik. Meine unbedingte Empfehlung!

Das bin ich noch schuldig: »You Matter« Umfrageergebnisse!

Vorab noch mal ein dickes Dankeschön an alle die an meinem Experiment teilgenommen haben! Meine erste Umfrage – eine spannende und anregende Erfahrung. Umfragebeteiligung und Rückmeldungen machen Gemeinsamkeiten deutlich: Wir sind alle zunächst mal Musikfans!

Ob du Musik als Hörer, Laie, Schüler, Student, Veranstalter, Journalist, Redakteur oder Berufsmusiker liebst, macht da keinen Unterschied. Um Musik zu verstehen, braucht es keinen theoretischen Überbau. Mit dem unvergessenen Pianisten Bill Evans haben wir alle damit schon mal etwas gemeinsam, wenn er sagt: »Es nervt mich, wenn Leute versuchen, Jazz wie ein intellektuelles Theorem zu analysieren. Das ist er nicht. Es ist ein Gefühl«. Welche Musik wir wann gut finden, entscheidet letztendlich unser Gefühl. Die mit dieser Frage verbundene Leidenschaft, sowie die Liebe zur Sache ist aus den vielen konstruktiven Anmerkungen herauszulesen.

Eigentlich komme ich durch die Umfrageergebnisse erst richtig auf den Geschmack: Ich wüsste gerne noch viel mehr. Es ist noch nicht so richtig greifbar, aber irgendwas dämmert da in mir: was meine / unsere Aufgabe als Musiker noch so alles sein könnte, über das ich noch gar nicht nachgedacht habe, und was mein / unser Beitrag zu »Gesellschaft« noch so alles sein könnte. Ich komme bestimmt demnächst darauf zurück!

Das Studium der Umfrageergebnisse und der in dem Zusammenhang eingetrudelten Emails macht mich erst recht neugierig. Es inspiriert mich, mehr darüber zu erfahren, was Menschen in Sachen Musik bewegt.

Schön, das Du nicht beeindruckt werden willst

Alle »Umfrage-Vibes« zusammengefasst zeigen: Hier ist eine Hörerschaft, der es nicht darum geht, oberflächlich beeindruckt, sondern von Musik berührt zu werden. Diesen Ohrbesitzern geht es nicht darum, beeindruckende Fingerfertigkeiten zu bestaunen, sondern um die emotionale »Botschaft«, die eine bestimmte Musik transportiert.

Eine gleichzeitig beruhigende wie herausfordernde Erkenntnis. Sie hilft mir weiter das Bewusstsein dafür zu schärfen, Musik nicht nur für mich, sondern auch und vor allem für andere Menschen zu spielen, und Inhalte immer wieder neu auf Authentizität und bestmögliche Qualität hin zu überprüfen. Gebe ich mein Bestes, ohne Gefahr zu laufen hektisch oder gestresst zu sein? Ist das was ich tue / spiele wirklich was ich meine? Habe ich »sauber recherchiert«, und bin auch sonst bestmöglich vorbereitet, ohne in Perfektionismus zu verfallen?

Wenn ich mich so umsehe decken sich diese Fragen mit denen vieler Menschen in einer sich wandelnden Gesellschaft.

Last not least lässt die Umfrage deutlich erkennen, dass wir uns alle unseren ganz eigenen Musik Mix zusammenstellen und in diesem Sinne unsere eigene Musik improvisieren. Peter Maffay, Konstantin Wecker und gleichzeitig frei improvisierte Musik zu hören, muss kein Widerspruch sein. Gefühl, Phantasie und Vorstellungsvermögen sorgen dafür, dass es so viele Musikrichtungen wie Ohrenpaare gibt: gemischt werden Klassik, Jazz, Experimentelles, Pop, Blues, House, Reggae, Grunge, Neue Musik, Be Bop, Cool Jazz, Alte Musik, Free, Improvisierte Musik, Ragtime, Hard Bop, Crossover, Free Jazz, Hip Hop, Rap, Worldmusic – you name it.

Wunschsongs für 5 CDs

»Von welchem Deiner Lieblingssongs würdest Du gerne mal eine Improvisierte Version hören?«

Die vielen Antworten auf diese Frage zu lesen macht Spaß. Genannt sind stolze 40 Werke verschiedenster Urheber: von Bob Marley über Phillip Poisel bis zu Jaques Brel, von David Bowie, der zuletzt das Album Blackstar mit Musikern der internationalen Jazzszene vorlegte, über Eric Clapton bis zu Iron Maiden, Dave Brubeck über Fred Ebb / John Kander bis Monk, oder auch von Mozart über Gustav Mahler bis hin zu Steve Reich.

Tja, das wäre dann Material für die nächsten ca. 5 CDs. Das werden wir so schnell nicht schaffen – es sei denn es hagelt Spenden. Oder wir legen mal ein erfolgreiches Crowdfunding hin. Mal sehen!

Lassen wir bekannte, bereits mehrfach in hervorragender Version vorliegende Jazz-Hits mal außen vor. Den von diesem Ausschluss Betroffenen empfehle ich die »Take Five« Versionen von a) natürlich dem Dave Brubeck Quartett, u.a. bekannt wegen melodiöser Drum Soli von Schlagzeug Legende Joe Morello! b) des unvergesslichen Al Jarreau oder auch c) des Komikers Helge Schneider mit dem feinsinnigen Kollegen und Afrika-Experten Peter Thoms am Schlagzeug! Ganz dringend aber auch die »New York New York« Bearbeitung des britischen Pianisten Django Bates!

Beste Chancen berücksichtigt zu werden, haben natürlich Mehrfachnennungen wie der Generations übergreifende Hit »Morning Has Broken“ von Meister Cat Stevens, der eines Tages mit den Worten »das wars« von der Bühne ging, eine Karriere als Mega Popstar gegen die Suche nach einem Leben in konsequenter Egolosigkeit eintauschte, UNICEF Good-Will Botschafter wurde und heute Yusuf Islam heißt. Hier gibt es eine Doku über seine interessante Lebensgeschichte.

Eine Vorauswahl werde ich mit »Den fantastischen Zwei« Gitarristen Tobias und Ralph bei nächster Gelegenheit besprechen. Der ein oder andere Song wird womöglich auch in anderen Besetzungen und Konzerten zu hören sein. Mal sehen was wo passt und möglich ist. Infos folgen rechtzeitig!

»Glücksfee« Malte Flegelskamp – zurück aus einer anderen Welt

Malte Flegelskamp

Wie versprochen haben wir unter allen Teilnehmern 5 CDs verlost. Das haben wir natürlich nicht selbst gemacht. So eine Auslosung wird schließlich von einer neutralen Person durchgeführt.

Freundlicherweise hat das Weltenbummler, Musikfan und Hobbymusiker Malte Flegelskamp übernommen. Malte, einer der freundlichsten und hilfreichsten Menschen auf dem Planeten ist Tutor an der Kölner TH und Praktikant bei SOFIs-World, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für eine ökologisch nachhaltige und ökonomisch gerechte Welt einsetzt.

Für SOFIs-World hat er zuletzt in Kenia im Rahmen des Taita Projekt Biogas Anlagen gebaut. Wie er mir bei erstklassigem Kaffee und leckerem Himbeerkuchen im Ehrenfelder Cafe Frank berichtet, eine herausfordernde Aufgabe:

Statt Student in Köln plötzlich »Chef« von 5 Mitarbeitern zu sein, in einer einfachen Hütte zu leben, in der man jeden Wetterumschwung hautnah spürt, sich zurechtfinden in einer Umgebung, in der Strom und fließendes Wasser die Ausnahme sind. Respekt! Der unvergessliche Hans Rosenthal würde sagen »Das war Spitze«. Die Umstellung von »guten Morgen« auf Kiswahili »Jambo Sana« gehört da zu den leichteren Aufgaben.

Tara – der große Moment und die Gewinner

Den spannenden Moment hat Malte professionell mit Beweisfotos dokumentiert. Teilgenommen haben von derzeit 120 regelmäßigen Lesern 47. Vierzig Prozent – ein, wie mir der Fachmann versichert sehr gutes Ergebnis. Lotto-Jargon gesprochen reden wir also über 5 aus 47.

Eine CD gewonnen haben: Thomas Ries (Rationale – Design fürs Herz, Köln), Theresia Utters (Daun), David Duepjohann (Student, Karst), Lennart Marzusch (Schüler, Euskirchen) und Felix, der nicht weiter genannt sein möchte.

Nochmals herzlichen Glückwunsch! Und danke Allen fürs Mitmachen!

Thomas Ries, Rationale – Design fürs Herz

David Duepjohann, Student

Tja – und welche konkreten Ergebnisse gibt es nun zu vermelden?

Ich fasse einfach mal ein paar interessante Zahlen zusammen. Wenn Du das hier liest gehörst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu den 97 % von unter 20 bis 50 plus die einen vielseitigen Musikgeschmack haben, und Musik aus allen möglichen Himmelsrichtungen hören.

Interessant ist auch, dass anscheinend 72 % der Menschen, die Musik hören, selbst ein Instrument spielen, sprich, über direkte Musikerfahrung verfügen, und sei es nur, dass sie an Weihnachten die Blockflöte auspacken oder singen. Es ehrt mich, dass 28 % der Leser selbst Profi, oder zumindest angehender Profi sind. Wozu auch immer Du gehörst: Danke für Dein Interesse und den Input!

Auf der Beliebtheitsskala der Instrumente liegt das Schlagzeug mit 35 % vorne, gefolgt von je 18 % Gitarre und Klavier. Interessant: nur 5 % singen selbst, aber mit 16 % ist die Stimme das zweitbeliebteste Instrument unter denen, über die Leser gerne mehr wissen möchten, hinter 25 % Schlagzeug und Percussion. Gitarre und andere Saiteninstrumente werden kaum gespielt, aber 21 % möchten mehr darüber wissen.

Zu den beliebtesten Blog-Themen gehören CD- und andere Anspieltipps, und fast alle wünschen sich mehr Hintergrundinfos zu den Musikern; darüber, was sie bewegt, und warum Musiker tun was sie tun.

Spitzenreiter unter den Wunschthemen ist Musikgeschichte (53 %), gefolgt von Infos über Musikerinitiativen (41 %) und dem Thema Musikvermittlung (34 %). Was mich besonders freut: 51 % der Leser möchten ihnen bisher unbekannte Musik kennenlernen, und nur 3 % hören ausschließlich eine Musikrichtung.

So, ich muss dann mal los! Nochmals allen einen schönen Sommer und tolle Ferien!

Peter

Der Beitrag 10 Tage Spanien mit Ausnahme Schlagzeuger Jorge Rossy, Umfrage Ergebnisse und Gewinner! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/10-tage-spanien-mit-schlagzeuger-jorge-rossy-umfrage-ergebnisse-und-gewinner/feed/ 0
Das Trio bei Radio Unerhört – Jubiläumssendung 20 Jahre »Jazz Zeit Extra«! https://peterkahlenborn.de/das-trio-bei-radio-unerhoert-jubilaeumssendung-20-jahre-jazz-zeit-extra/ https://peterkahlenborn.de/das-trio-bei-radio-unerhoert-jubilaeumssendung-20-jahre-jazz-zeit-extra/#respond Sun, 25 Jun 2017 13:57:34 +0000 https://peterkahlenborn.de/?p=4991 Das kleine Wort zum Sonntag Aus aktuellem Anlass – ich komme sofort dazu – heute ein spontaner »Wort zum Sonntag« Beitrag. Ein Sonntag zum Abkühlen. Endlich: das Öffnen von Fenstern und Türen erlaubt die Temperatur in meinem Proberaum von kuscheligen 36 Grad auf angenehme 23 Grad runter zu regulieren. Schnell noch diesen Beitrag raus –…

Der Beitrag Das Trio bei Radio Unerhört – Jubiläumssendung 20 Jahre »Jazz Zeit Extra«! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Das kleine Wort zum Sonntag

Aus aktuellem Anlass – ich komme sofort dazu – heute ein spontaner »Wort zum Sonntag« Beitrag. Ein Sonntag zum Abkühlen. Endlich: das Öffnen von Fenstern und Türen erlaubt die Temperatur in meinem Proberaum von kuscheligen 36 Grad auf angenehme 23 Grad runter zu regulieren. Schnell noch diesen Beitrag raus – und dann Zeit in liegen gebliebenes investieren:

auch Staub saugen, Mülleimer leeren, Noten sortieren, Instrumente zurück an ihren Platz stellen, inklusive Füsse-hochlegen-Kaffeepausen zwecks Aufräum-Inspirationen, und das innerliche Vorbereiten auf eine neue Woche gehören zum Musik machen.

Freies Radio – engagierte Menschen machen Programm

Freies Radio – sprich, engagierte Menschen aus der Region, die sich zusammen tun, und als Gegengewicht zu Mainstream Medien ein Programm kreieren, dass nicht von vorwiegend kommerziellen Aspekten bestimmt wird – hat sich in den letzten 20 Jahren bundesweit etabliert. Zu den Juwelen unter den »Freien« gehört das Marburger »Radio Unerhört« (RUM), das im April dieses Jahres 20 Jahre alt geworden ist!

So alt wie das Radio ist die Sendung »Jazz-Zeit«, und ich freue mich dass unsere Trio CD Teil der heutigen (Sonntag 25.06.2017 | 20 h) Jubiläumsendung 20 Jahre Radio Unerhört – »Jazz Zeit Extra« sein wird.

Live Sendung verpasst? Kein Problem!

Die Sendung des regulären Teils mit meinem Trio Kollegen Tobias Hoffmann und mir wird auf UKW 90.1 MHz im Stream (hier klicken) am Samstag von 10 -12 Uhr wiederholt – das Extra 20-22 Uhr am Mittwoch 11-13 Uhr!

Ab Dienstag, 27.06.2017, circa Spätnachmittag steht Dir ein Podcast der regulären Sendung inklusive der Möglichkeit zum Download auf der Radio Unerhört Webseite zur Verfügung (zum Podcast hier klicken)!

Vielen Dank Constantin Sieg!

»Talk Alone« und Britney Spears

Seit dem Jubiläumsmonat April gibt es gelegentlich das von Uwe Oberg so betitelte »Talk Alone«, sprich O-Ton Statements der Künstler die in der Sendung vorkommen. Heute sind das mein Trio Kollege Tobias Hoffmann und ich!

Tobias stellt seine unverschämt gute Neuerscheinung »Blues, Ballads & Britney« vor. Ich selbst spreche über unsere Trio CD, das erstaunlicherweise weltweit, in allen Kulturen verbreitete Symbol der »Vesica Pisces«, über deren Bezug zu unserer Musik, und erzähle vom Bloggen und von Menschen auf der Suche.

Offenheit und Authentizität – Musik für Suchende

Immer mehr Suchende mit Affinität zur Musik entdecken die Improvisation für sich, teilen die freiheitlichen Werte des Jazz, und nutzen die Eigenschaft Improvisierter Musik, Hörer wie Spieler unauffällig, und auf charmante Art und Weise zu formen. Jazz vermittelt Offenheit, Toleranz, Authentizität und Flexibilität – was diese Musik auch für immer mehr junge Menschen attraktiv macht, die die Unschärfe des Jazz nutzen, um ihre eigene Musik zu entwickeln.

Als Hörer bist Du Mitmusiker!

Das ich diejenigen, die »nur« Musik hören explizit einschließe geschieht ganz bewusst. Denn – ein Gedanke der uns vielleicht nicht immer so präsent ist – der Hörer ist genauso Teil der Musik wie das bespielte Instrument, der Spieltort, der / die Musiker selbst. Ich bin überzeugt das trifft sogar dann zu, wenn wir »nur« eine CD hören. Wir hören immer nur unsere eigene, ganz individuelle Musik – jeder von uns hört die gleiche Musik anders. Genau betrachtet ist es doch so, dass wir selbst die gleiche CD immer wieder anders hören?

Denn es gibt da immer diesen heimlichen und unberechenbaren Mitspieler: das Unvorhersehbare.

Improvisation: nichts für Feiglinge

Sich auf Improvisierte Musik einzulassen bedeutet die Begegnung mit dem Unvorhersehbaren bewusst zu suchen. In diesem Sinne ist Improvisierte Musik nichts für Feiglinge, denn sie ist mit Risiken verbunden: das die Spieler »Fehler« machen ist unvermeidbar, sie nimmt keine Rücksicht auf musikalische Vorlieben des Hörers, oder ist ständig nur bemüht zu gefallen, um uns irgendeine schöne Botschaft zu verkaufen.

Ob im Alltag oder in der Musik: Improvisation eine Aufforderung zu Vertrauen, dazu, den Dingen furchtlos zu begegnen, und der eigenen sowie der Intuition anderer bewusst zu gestatten drauflos, und »aus dem Nähkästchen« zu plaudern. 

Das ist – neben Neugier und musikalischen Interessen – einer der Gründe, warum ich Improvisierte Musik für aktuell, und gesellschaftlich relevant halte. Ich habe das Gefühl, die Eigenschaften die sie lehrt werden gebraucht.

Hemmungslos Gratis Downloaden

Über diese und andere Musikerfahrungen darf ich in der heutigen »Jazz Zeit Extra« erzählen. Reinhören in unsere Musik ist möglich: Gratis Downloads unserer gerade erschienenen Trio CD »Vesica Pisces« gibt es hier auf dieser Webseite. Vielen Dank nochmals Radio Unerhört, Constantin Sieg, meinen Mitspielern Tobias Hoffmann (git) und Ralph Beerkircher (git), und vielen Dank Dir fürs Lesen, nachdenken und Musik hören:

Ich wünsche noch einen sehr schönen Sonntag! Nicht vergessen: Radio Unerhört »Jazz Zeit Extra«, heute 20 h!

Jazz Up Your Life! Peter

Der Beitrag Das Trio bei Radio Unerhört – Jubiläumssendung 20 Jahre »Jazz Zeit Extra«! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/das-trio-bei-radio-unerhoert-jubilaeumssendung-20-jahre-jazz-zeit-extra/feed/ 0
Osterfrühling, süße Häschen, Umfrage, Twitter Gewitter – ein auch sonst recht gewöhnlicher Newsletter https://peterkahlenborn.de/osterfruehling-suesse-haeschen-umfrage-twitter-gewitter-ein-auch-sonst-recht-gewoehnlicher-newsletter/ https://peterkahlenborn.de/osterfruehling-suesse-haeschen-umfrage-twitter-gewitter-ein-auch-sonst-recht-gewoehnlicher-newsletter/#respond Thu, 13 Apr 2017 12:14:07 +0000 https://peterkahlenborn.de/?p=4191 Irgendwie empfinde ich anders als der Papst Frühling. Schon Karfreitag. Es ostert. Und das gewaltig! Kein Schaufenster ohne Osterei und süße Häschen. Wärmende Sonnenstrahlen, draußen sitzen, da, wo jetzt alles saftig grün, und täglich bunter sprießt: Die ganze Luft schwingt mysteriös frühlingshaft. Wir mit. Die Jahreszeit posaunt verschwenderisch kraftvoll ihr Credo von Erneuerung. Überreste vom letzten Jahr eignen sich bestenfalls noch…

Der Beitrag Osterfrühling, süße Häschen, Umfrage, Twitter Gewitter – ein auch sonst recht gewöhnlicher Newsletter erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Irgendwie empfinde ich anders als der Papst

Frühling. Schon Karfreitag. Es ostert. Und das gewaltig!

Kein Schaufenster ohne Osterei und süße Häschen. Wärmende Sonnenstrahlen, draußen sitzen, da, wo jetzt alles saftig grün, und täglich bunter sprießt: Die ganze Luft schwingt mysteriös frühlingshaft. Wir mit.

Die Jahreszeit posaunt verschwenderisch kraftvoll ihr Credo von Erneuerung. Überreste vom letzten Jahr eignen sich bestenfalls noch als Kompost für Neues.

Gefühlt markiert der hereinbrechende Frühling das jeweils Neue Jahr – für mein Gefühl. Aber gut – ich will nicht den Kalender Papst Gregors diskutieren, sondern mit Musik Infos & Beyond inspirieren.

New Orleans und wieso Du immer »Jazz Up Your Life« liest 

Auf der DVD »New Orleans  – City Of Jazz« (1996, Dokumentation) findet sich Interessantes über die Ursprünge des Wortes Jazz: Um 1900 kritisieren etablierte Musiker die erste, historisch belegte Jazz Band um Buddy Bolden (1877-1931) heftig, vor allem wegen unvorhersehbarer Elemente in Boldens Musik. Alle spielen „durcheinander“, und man weiß nie wann ein Solo zu Ende ist. Abschätzig bezeichnen sie die Musik als »Jackass«, Eselmusik, abgekürzt »Jass«.

Um zu vermeiden, das Kinder durch Wegstreichen des ersten Buchstabens den Begriff zu »Ass“ (Arsch) verschlimmern, ersetzen die Jazzmusiker selbst das »ss« durch »zz«. Das Adjektiv »jazz« bezeichnet  also von Anfang an anders denkende, experimentierende, und überwiegend intuitiv spielende Musiker.

»Jazz Up Your Life« ist angelehnt an diesen Gedanken. Eine Selbsterinnerung und Einladung, anders, und Outside the Box zu denken, oder, wie es der Bassist Walter Payton ausdrückt: »Jazz ist eine Art und Weise es zu tun«.

Der Film von Grimme Preisträger Wolfgang Ettlich und Historikerin Helma Kaldewey (Tulane Univercity New Orleans) entspricht zwar nicht neuesten Video und Audio Standards, ich finde ihn aber spannend, gerade weil er 20 Jahre alt ist. Viele der Protagonisten leben schon nicht mehr, und mir hat die Begegnung mit authentischen Zeitzeugen wie Walter Payton sehr geholfen: die Tradition dieser Musik besser zu verstehen, die Gründe, warum Musiker sie bis heute pflegen, warum das gut ist, und was das mit mir selbst zu tun hat.

Was ich lerne, was es bringt, und Danke!

Auch mir gehts Frühling: rundum Erneuerung! Die CD ist raus, hier gehts zu einer schönen Fotogalerie von unserem CD Release Konzert, Danke den Fotografen Gerhard Richter und Peter Tümmers! Musikfans aus 16 Ländern haben bisher unsere Gratis Tracks heruntergeladen – das Feedback ist manchmal intensiv und bewegend.

Vielen Dank allen, die sich die Mühe machen und persönlich schreiben! Täglich entstehen neue Verbindungen zu tollen, interessanten Menschen. Wunderbar. Auch wenn ich es nicht immer schaffe persönlich zu antworten: Danke!

Ich lerne gerade viel über Band Booking, Social Media, Video Schnitt, Webseiten Optimierung, und über das Schreiben besserer Blog Beiträge. Es gibt übrigens einen neuen Rekord: »Hör Dich glücklich« wurde bisher 141 mal geteilt – Fortsetzung folgt.

»Hör Dich glücklich II« liegt schon in der Röhre: Man darf sich bei Sebastian Sternal »Home« fühlen, ich stelle ein Weltklasse Schlagzeug Trio vor, meinen früheren Lehrer »Adam Nussbaum & Bann« … . Mehr verrate ich noch nicht. Aber es wird wieder viel gute Musik geben!

CD Empfehlung der »ZEIT« löst Twitter Gewitter aus

Große Freude: Unsere Trio CD »Vesica Pisces« ist empfohlen in »Die Zeit« am Sonntag! Mein Freudentweet löste allerdings ein kleines Twitter-Gewitter aus. Ein Follower aus den USA assoziierte das Zeitungslogo in altdeutscher Schrift mit dem Nationalsozialismus, und forderte mich auf Twitter öffentlich auf mich zu rechtfertigen. Ich als potentieller »JazzNazi«. Plötzlich, zwischen 0:00 h und 2:00 h, kurz vor dem Schlafengehen, bedurfte es erklärender Tweets um die Wogen zu glätten, und meine Ehre wiederherzustellen.

Auf den wirklich lesenswerten Zeit-Artikel möchte ich aber noch mal gezielt verweisen, nicht nur weil unsere CD empfohlen wird: »Zwingender Swing« ist eine informative Fundgrube zum Thema (Jazz) Gitarre der Gegenwart: Autor Stefan Hentz schreibt mit Sachverstand und Herzblut, bietet interessante Hinweise auf aktuelle Musiker und CDs, beleuchtet historische Fakten, und informiert über aktuelle Entwicklungen.

Jenseits von »Was will uns der Dichter damit sagen?«

Es ist … faaast ganz fertig: Das Booklet zur CD! Am Layout muss noch feingeschliffen werden, dann steht die komplette Datei zum kostenlosen Download bereit. Entsprechende Info erfolgt für Newsletter Abonnenten unverzüglich, und sobald der Download verfügbar ist.

Du kannst auch das Booklet vorbestellen. Enthalten sind hochwertige Bilder des Kölner Jazz Fotografen Gerhard Richter, 1. Hand Band Insights und persönlich geschriebene, garantiert »Was-will-uns-der-Dichter-damit-sagen«-freie Infos zu allen Kompositionen.

Exklusiv für Newsletter Abonnenten stehen letztere, auf die gratis Downloads »Vorspiel zum Gesang«, »Erster Gesang« und »Zarah« bezogenen Texte ab sofort zu deiner Verfügung. Rückfragen und sonstiges konstruktives Feedback sind jederzeit willkommen!

Wenn Dir Musik nicht reicht und Du eine Auswahl der Fotografien von Gerhard Richter jetzt gleich haben und nicht erst auf das fertige Booklet warten möchtest, kannst du die live geschossenen Bilder auch in unserem elektronischen Presskit (EPK) herunterladen. Auf Gerhard Richters Facebook Seite findest Du übrigens ständig neue Fotos von Konzerten in Köln.

WHY YOU MATTER und warum wir Dir eine CD schenken möchten

Meiner Beobachtung nach sind nicht nur Hörer, sondern auch Musiker zuallererst Musikfans. Wir alle sind gleichermaßen fasziniert von der Erfahrung Musik, und dem, was diese Erfahrung uns über Töne hinaus vermittelt. Diese Faszination mit anderen teilen zu können, vertieft die Erfahrung. Das Publikum ist wichtiger Bestandteil einer Performance.

»To Jazz Up Your Life« ist nicht nur die Passion vieler Musiker. Als Blogger möchte ich dein Leben zusätzlich um Visionen und authentische, von kommerziell gesteuerten Interessen unabhängige Information bereichern. Um besser werden, und Dich als Leser effektiv erfreuen zu können ist die Beantwortung einer Frage ganz essentiell: WAS INTERESSIERT DICH?

Ich möchte Dich schließlich nicht zuspammen, sondern Dich inspirieren. Darum habe ich die kleine Umfrage »You Matter« erstellt. Das Ausfüllen ist in 2 min erledigt. Garantiert! Aber um Dir die Teilnahme zusätzlich zu erleichtern wende ich einen alten Verkaufstrick an, und verlose unter den Teilnehmern 5 CDs! Ich hoffe Du fällst drauf rein!

Gewinnen kannst Du wahlweise »Vesica Pisces«, die neue CD meines Trios, hier live @Klaeng Festival, oder, wenn Du etwas Klassisches bevorzugst, die CD »Amritam« mit Klaviermusik meines Großonkels Wilhelm Richter. Auf Youtube kannst Du in die Musik, gespielt von Pianist Nageeb Gardizi, reinhören. Das Video mit biografischen Einblicken ist von Kim Bo.

Unter nachfolgendem Link findest Du die offiziellen Teilnahmebedingungen und hier geht es direkt zur »YOU MATTER« Umfrage.

Neue Währung: gratis schöne Sachen kaufen!

Auf Peter Kahlenborn Musik findest du fast täglich neue Links zu inspirierender Musik, tollen Künstlerinterviews, Podcasts und interessanten Webseiten, ebenso auf Twitter – »To Jazz Up Your Life«.

Beispielsweise dieses Interview mit Komponistin / Pianistin Carla Bley, die als »little girl from Oakland« alleine in NY landet, und als Zigarettenverkäuferin arbeitet um in Clubs live Musik hören zu können. Wer allerdings »Luckys« bei ihr kaufen will muss warten bis die Musik vorbei ist.

Carla Bley hat mich schon immer sehr inspiriert, bspw. im Sinne von „You can be a shy and quiet person but still matter“. Eine großartige Persönlichkeit.

Bei ihr gibt es viel zu lernen: über Fokus, Disziplin, im Moment sein, fern von jeder Musikerromantik. Sie spricht eine klare, einfache Sprache – ungeschminkt und authentisch.

Besuche Peter Kahlenborn Musik auf Facebook, klicke den gefällt mir Button und vergebe Likes! Sei ruhig verschwenderisch: Du hilfst mir und anderen Künstlern mehr Menschen zu erreichen. Teile Posts mit Inhalten deren Werte Du teilst, mach mit dabei, Inspiration weiter zu geben.

Wenn Dir dieser Beitrag gefällt, dann lass es andere wissen und teile ihn auf Facebook. Spread the word! Kommentiere den Beitrag:

Was hat Dir gefallen? Was kannst Du ergänzen? Welche interessanten Seiten empfehlen? Welche Musik? Unterstütze mich und erzähl Deinen Freunden davon. Verschicke den Link zum kostenlosen Download.

Es ist so: Die neue Währung im Internet heißt »Like«. Mit ein paar Klicks kannst du gute Ideen und inspirierende Menschen wirksam unterstützen. Danke!

FROHE OSTERN! Bei uns traditionell mit Feuer

»Jazz Up Your Life!«

Peter

Der Beitrag Osterfrühling, süße Häschen, Umfrage, Twitter Gewitter – ein auch sonst recht gewöhnlicher Newsletter erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/osterfruehling-suesse-haeschen-umfrage-twitter-gewitter-ein-auch-sonst-recht-gewoehnlicher-newsletter/feed/ 0
Hör Dich glücklich: 10 aktuelle Jazz CDs die Dein Leben bereichern werden! https://peterkahlenborn.de/hoer-dich-gluecklich-10-aktuelle-jazz-cds-die-dein-leben-bereichern-werden/ https://peterkahlenborn.de/hoer-dich-gluecklich-10-aktuelle-jazz-cds-die-dein-leben-bereichern-werden/#respond Mon, 06 Feb 2017 19:20:21 +0000 http://peterkahlenborn.de/?p=3975 Jazz und Improvisierte Musik. Hörtipps für 2017 aus meinem Umfeld Wie schon im Dezember angekündigt: unsere Trio CD »Vesica Pisces« ist da! Das offizielle Release Konzert findet am 18. Februar in Köln statt – dazu, und zur Ticket Reservierung gleich mehr! Stimmt: man kann die »Peter Kahlenborn Trio« CD jetzt auch bestellen! Nachfolgend auch dazu weitere…

Der Beitrag Hör Dich glücklich: 10 aktuelle Jazz CDs die Dein Leben bereichern werden! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Jazz und Improvisierte Musik. Hörtipps für 2017 aus meinem Umfeld

Wie schon im Dezember angekündigt: unsere Trio CD »Vesica Pisces« ist da! Das offizielle Release Konzert findet am 18. Februar in Köln statt – dazu, und zur Ticket Reservierung gleich mehr! Stimmt: man kann die »Peter Kahlenborn Trio« CD jetzt auch bestellen! Nachfolgend auch dazu weitere Details.

Außerdem stelle ich im ersten Newsletter des neuen Jahres 10 hörenswerte CDs aus meinem direkten Umfeld vor, die garantiert nicht jeder kennt. Die Auswahl habe ich im Hinblick auf unterschiedliche Leser getroffen: Umfeld Musikschule, angehende Musiker, Freilerner, Musikfans, Musiker Kollegen, Verwandte und Freunde.

Meine Vorschläge sollen keine »Rezensionen« im Sinne einer »Fachzeitschrift« sein, sondern etwas über »Jazz« erzählen, neugierig machen, anregen, Unbekanntes vorstellen, und Lust auf neue Musikerlebnisse machen!

Ich veröffentliche den Beitrag in zwei Teilen, weil er mit zehn Besprechungen einfach zu lang wäre. Übrigens haben ab sofort alle Beiträge ein Inhaltsverzeichnis als Navigationshilfe.

Los gehts mit Details zu »Vesica Pisces« und unserem offiziellen CD Release Konzert! Wir freuen uns schon dich am 18. Februar in Köln zu begrüßen! Anschließend geht es gleich weiter mit den ersten fünf »Hör Dich glücklich« CDs inklusive Hörproben, Video Links u.v.a.m.!

Peter Kahlenborn Trio | »Vesica Pisces«

Tu was du liebst und »go for it«

Apropos »persönliches Umfeld«: da ist diese CD natürlich ganz nah. Viel Energie, Zeit und Liebe ist in das Projekt geflossen. Wenn so ein Projekt schließlich abgeschlossen ist, bedeutet das natürlich für jeden Künstler etwas Besonderes.

Nicht weil man sich großartig findet: es ist einfach zutiefst befriedigend, in Sachen »tue was du liebst« und »go for it« etwas geschafft zu haben. Ich hoffe ich kann in Bezug darauf ansteckend wirken.

Vielen Dank »Den Fantastischen Zwei« Tobias Hoffmann und Ralph Beerkircher (git, loops, soundscapes)! Und – ja, man kann die CD jetzt auch kaufen: Ab sofort gibt es auf dieser Seite sowohl die CD als auch Tickets für das offizielle Release Konzert am 18.02.2017 in der Tonkunsthalle Köln Mülheim. Ein Live Video des Trios vom Klaeng Festival findest du hier!

Wer sicher weiß dass er/sie kommt kann jetzt Karten reservieren! Übrigens gibt es hier drei vollständige Tracks der CD zum Gratis Download.

Hier ist was geneigte Hörer erwartet:

»Die Kölner Band um Schlagzeuger Peter Kahlenborn spielt unorthodoxen Jazz in Jazz untypischer Besetzung mit zwei Gitarren und Schlagzeug. Komplexe Kompositionen werden zu frei gestalteten Improvisationen, humorvolle Zitate zu drückenden, kraftvollen Hard Rock Grooves. Klassische Harmonien werden lustvoll mit abstrakten Klängen und elektronischen Sounds vermischt. Mit schonungslos kreischenden Gitarren ist ebenso zu rechnen wie mit plötzlich auftauchenden Momenten von fragiler Schönheit«. (ini.art Festival Saarbrücken)

Tobias Hoffmann guitar sounds | Ralph Beerkircher guitar sound | Peter Kahlenborn drums melodica

Julian Argüelles | »Let It Be Told

Lebensbejahende Botschaft aus Südafrika

Tanze, singe, liebe – freue dich des Lebens. Turn (your) Blues into something extraordinary!

Eigentlich ist es überflüssig, Musik beschreiben zu wollen: Man muss sie einfach hören – ihr Anliegen vermittelt sie dann schon von selbst. Das trifft einmal mehr zu auf »Let it be told«: einfach wunderbare Musik!

Geschätzte 4 Takte – mehr braucht es nicht, und plötzlich weiß man nur noch um die guten Seiten des Lebens … als hätte es etwas anderes nie gegeben.

»Let’s celebate!« – so die unmissverständliche Einladung der Musik von Dudu Pukwana, Johnny Mbizo Diana, Chris McGregor und anderen, seinerzeit vor der Apartheid ins Londoner Exil geflüchteten Musikern, und die Julian Argüelles für die HR Big Band arrangiert hat.

Kraftvolle Melodien, die davon singen dass das Leben schön ist – ansteckend tanzbare Grooves, die daran erinnern dass wir doch eigentlich zum Feiern hier sind?

Besinnliche Unterbrechungen runden den musikalischen Festakt ab: zuerst die ruhige, ausgedehnte Intro zu »You Ain’t Gonna Know Me« – harmonisch zwischen schlicht schön und zeitgenössisch bizarr arrangiert – später die hymnisch anmutende Ballade »The Wedding“ (Abdullah Ibrahim) im Stil spirituellen, südafrikanischen Chorgesangs.

Ganz dem Tenor der lebensbejahenden Botschaft entsprechend wirken die Soli, sowohl der Band Mitglieder als auch die ihrer Gäste, inspiriert und voller Spielfreude. Gastsolisten der Big Band des hessischen Rundfunks sind neben Julian (am Altsaxofon!) sein Bruder Steve Argüelles (dms) und Django Bates (p/key).

Alle drei gehören zu den Führungskräften der »Loose Tubes« Szene, jener Generation britischer Musiker, die im direkten Umfeld der oben genannten Künstler groß geworden sind. Während der 80er Jahre, in ihrer musikalischen Jugend, haben sie intensiv »den Erzählungen der Weisen« gelauscht, und nach eigener Aussage davon nachhaltig – Stichwort „lebensbereichernd“ – profitiert.

Ursprünglich kennen Julian und ich uns durch ein gemeinsames Idol, den britischen Pianisten John Taylor. Im Laufe der Jahre hatte ich das Glück, mit Julian an verschiedenen CD Produktionen beteiligt zu sein, und mit ihm gemeinsam auf Tour zu gehen. So weiß ich aus erster Hand, dass »Let It Be Told« für Julian eine Herzensangelegenheit ist. Ich finde, man fühlt es mit jeder Note.

Ich hoffe ich mache ein bisschen neugierig – dann hat das Schreiben doch wieder einen Sinn.  Einen Video Trailer gibt es hier. Die CD bestellen kann man hier.

Julian Argüelles saxofone | Django Bates piano | Steve Argüelles drums percussion | Frankfurt Radio Big Band

Zehn | »SYZYGY«

Das junge Kölner Kollektiv »Impakt«

Feinsinnig, musikalisch, spannend. Klingt gut?

»SYZYGY« ist bestimmt nicht nur was für Hörer, die ständig auf der Suche nach neuen Eindrücken sind. Auch und gerade für mit frei improvisierter Musik wenig Erfahrene lohnt sich ein Besuch bei »Impakt«. Hier darf man sozusagen die komplette Ware auspacken und hemmungslos »anprobieren«. Man kann frei herumstöbern, und sich verschiedene, komplette Digital Produktionen anhören. Es ist nicht nur möglich CDs als Ganzes, sondern bei Gefallen auch einzelne Tracks zu erwerben.

Ich würde sagen: Verbraucherfreundlicher geht nicht.

»Zehn« – Philip Zoubek, Elisabeth Coudoux, Nicola L. Hein und Etienne Nillesen – sind alle vier Mitglieder des jungen»Impakt« Kollektivs, einer Gruppe von vielseitigen Musikerinnen und Musikern, die in stilistisch unterschiedlichsten Projekten der Kölner Szene präsent sind. Regelmäßig präsentieren sie in live Veranstaltungen und auf dem eigenen»Impakt« Label Musik mit Focus auf klanglich orientierte Improvisation – Intuitive Musik auf höchstem Niveau.

Meine Empfehlung: Kopfhörer auf, hinlegen, entspannt hören und wirken lassen. Was»SYZYGY« betrifft kann man davon ausgehen, spätestens nach den 46:54 Minuten Gesamtspielzeit wieder fit für den Resttag zu sein: erfrischt, inspiriert, und hoffentlich mit Fragezeichen im Kopf. Mein Tipp: Fragen aufbewahren, eines der live Konzerte besuchen, und mit den MusikerInnen ins Gespräch kommen. Ich bin sicher, konstruktive Fragen werden gerne diskutiert. Zur Webseite des »Impakt« Kollektivs geht es hier,  »SYZYGY« bestellen oder anhören kann man das Album hier.

Kleiner extra Hinweis: die Solo CD der Kölner Cellistin Elisabeth Coudoux. Ich kenne Elisabeth zwar schon länger, aber ihre Performance im Rahmen des Klaeng Festivals 2016 hat mich umgehauen: eine beeindruckende Vielfalt an Musik, in der sich vom Geräusch bis zum klassischen Cello alles auf Augenhöhe begegnen darf, inklusive erstaunlicher Spieltechniken, mit denen sie ihre ganz individuelle Klangwelt zaubert. »Some Poems« ist erschienen bei Leo Records.

Philip Zoubek piano | Elisabeth Coudoux cello | Nicola L. Hein guitar | Etienne Nillesen prepared snare drum

Demian Kappenstein | »Weit«

Reisebericht: Indien, Ruanda, fliegen, und fast Krieg

Wenn aus langjährigen Schülern Künstler mit Profil werden, so ist das aus Sicht des »Referat Musikvermittlung«, Teil des sich immer mehr zum »Superministerium« entwickelnden Aufgabenbereichs »Berufsmusiker« eine erfreuliche Entwicklung.

Dementsprechend gespannt war ich auf den Inhalt eines Weihnachtsgeschenks – weißer Karton in CD Größe mit vertrautem Schriftzug: »Demian – Weit«.

Mit seiner Solo CD lädt Demian Kappenstein zu einer bunten, audiovisuellen Reise ein: Eine musikalische Reflexion verschiedener Konzerttourneen (u.a. Türkei, Simbabwe, Indien, Ruanda), ergänzt durch einen aufwendig gestalteten, ca. 75-seitigen Fotoband in Booklet Format.

Die selbst geschossenen Fotos zeugen von fotografischem Gespür für den Augenblick, und verführen zum spontanen Blättern und Betrachten. Zu entdecken sind Straßen, Gesichter, Handwerk, Kunst, das Panorama aus dem Flugzeug oder Equipment Betrachtungen, die von der liebevollen Faszination des Musikers für den Klang des eigenen Instruments zeugen.

In seiner persönlichen, fantasievoll gestalteten Musik verschmelzen O-Töne von der Straße mit Klängen eines vielseitigen Instrumentariums: Neben Jazz typischem Drum Set kommen u.a. Metallschrott, Vibratoren, modifizierte elektronische Kinderspielzeuge oder auch das Sample Programm des Handys zum Einsatz.

»Demian – Weit« scheint mir bestens geeignet für Neugierige mit wenig Erfahrung, die sich gerne behutsam, mittels transparent gestalteter Musik in die klanglich facettenreiche Welt des zeitgenössischen Jazz-Schlagzeugs hinein hören möchten. Einige Exemplare der limitierten Auflage können noch bei Demian direkt erworben werden.

Demian Kappenstein drums und percussion

Pablo Held | »The Trio Meets John Scofield«

Wie Kommunikation gelingt

»The Trio Meets John Scofield« gehört zu den CDs die 2016 wohl am häufigsten in meinen diversen Playern gedreht hat. Ob Zuhause, unterwegs oder im Proberaum – diese CD, ein Live Mitschnitt aus der Kölner Philharmonie, war fast immer dabei.

Was »The Trio Meets John Scofield« besonders macht ist nicht nur dass es eine von vielen grandiosen John Scofield CDs mehr ist, einem Vorbild das mich begleitet solange ich Jazz höre. Auch nicht, weil darauf eine meiner Lieblingsbesetzungen aktueller Klaviertrios zu hören ist.

Besonders spannend finde ich die Begegnung der auf den ersten Blick verschieden Spielauffassungen, und wie daraus ein neues Ganzes entsteht. Hier das offene, freie Konzept des Pablo Held Trios, das in seinen Konzerten Repertoire und Reihenfolge dem eigenen, intuitiven Spielfluss überlässt, und dort der in der Regel in straight groovendem Kontext zu hörende, mit allen Jazz Wassern gewaschene Altmeister John Scofield. Auch wenn ich da im Vorfeld keine Verständigungsprobleme erwartet habe, war ich auf das Ergebnis doch gespannt.

Beeindruckt hat mich die Konsequenz mit der das vergleichsweise junge Trio seinem Konzept treu ist, und wie selbstverständlich Mr. Scofield sich zu integrieren weiß. »The Trio Meets John Scofield« demonstriert, welche Ingredienzien konstruktive Kommunikation ausmachen: du selbst sein, Vertrauen in die Situation mitbringen, zuhören, und angstfrei sagen was du fühlst. Ich bin sicher, diese Rezeptur funktioniert nicht nur in der Musik.

Als Band klingt das Quartett von vorne bis hinten wie aus einem Guss. Es macht Spaß den vielschichtigen Wendungen, Stimmungen und musikalischen Bögen zu folgen, sowohl innerhalb der einzelnen Kompositionen als auch in den Übergängen dazwischen. 64 Minuten lang wird durchweg lustvoll und spielfreudig improvisiert: vier Musiker »feiern Intuition«, und wie das bei guter Musik so ist: auch beim X-ten Hören lässt sich wieder Neues entdecken.

Es sind durchaus Jazz typische Instrumental Soli zu hören – grundsätzlich aber gibt es die strikte Trennung zwischen Solist hier und Begleitern da nicht. Die praktizierte Musizierhaltung passt zu dem erstaunten Ausspruch eines anderen Vorbilds, dem Schlagzeuger Mel Lewis: »Wieso Schlagzeug Solo? Ich spiele doch die ganze Zeit Solo?«

Im positivstem Sinne also »gespielt« werden die Kompositionen »Cameo« und »Nocturne« von Pablo Held, John Scofields »Kubrik«, nahtlos übergehend in den Scofield Quartett Hit »Camp Out«, und »Imaginary Time«, ebenfalls John Scofield. Die einzige Fremdkomposition der CD ist Joni Mitchells »Marcie«, ihre persönliche Hommage an den Sänger Leonhard Cohen.

Das das »Meeting« nicht nur mir, den Kölner Kollegen, sondern auch dem Meister Spaß gemacht belegt die Tatsache, dass John Scofield das Trio anschließend eingeladen hat mit ihm auf Tournee zu gehen. Ich denke, mit weiteren Tourneen ist zu rechnen. Einfach ab und zu mal auf Pablos Seite nachschauen!

Erschienen ist die CD bei Pirouet, dem Label meines ehemaligen Studienkollegen Jason Sezier. Mit inzwischen fast 100 Veröffentlichungen ist die Label Webseite eine Schatzkiste des aktuellen Jazz, in der zu stöbern es sich auf jeden Fall lohnt. Auch hier kann man in alle Produktionen reinhören. »The Trio Meets John Scofield« bestellen.

Pablo Held piano | Robert Landfermann bass | Jonas Burgwinkel drums | John Scofield guitar

Tobias Hoffman Trio | »11 Famous Songs Tenderly Messed Up«

Wirklich! Keine Schleichwerbung!

Also nee, das ist jetzt keine Schleichwerbung! Ich werbe nicht für »11 Famous Songs Tenderly Messed Up«, weil Tobias Hoffmann einer der Fantastischen Zwei Gitarristen meines Trios ist. Diese Band ist einfach klasse! Punkt.

Was die Band so gut macht? Die Musiker arbeiten schon lange zusammen, und sind als Ensemble gewachsen – von der ersten bis zur letzten Note eine richtige Band zu hören ist keine Selbstverständlichkeit. Üben, Komponieren, gemeinsam proben und ausprobieren, die Musik Produzieren, und intensiv live Erfahrungen sammeln – bis zu einer so eingespielten Band ist es ein gutes Stück Arbeit. Außerdem überzeugen alle drei Musiker als kreative, inspirierende Individualisten. Dazu kommen Humor, Spielfreude und Leidenschaft – am besten selbst überzeugen!

Der CD Titel ist Programm: Das Trio mischt 11 Songs der jüngeren Jazz, Rock und Popgeschichte ordentlich auf, bspw.  Theolonius Monks »Pannonica«, Rio Reisers »Junimond« oder der Lennon / McCartney Klassiker »Things We Said Today«. Tobias lässt verschiedenste seiner Einflüsse zu Wort kommen. Experimentierfreudig werden Country, Surf, Jazz, Rock und Blues Elemente auf erfrischend unorthodoxe Art und Weise vermischt. Doch wie sehr einzelne Songs auch »über den Haufen geworfen« werden – immer überwiegt das »Liebevolle«. Der ehrliche Respekt vor dem Original ist immer zu spüren.

Zu Wort kommt auch Tobias Hoffmanns heimliche Liebe, das 6 Saitige Banjo! Dessen Einsatz ist nicht etwa auf rhythmische Begleitung im Hintergrund beschränkt, sondern das Banjo wird als vollwertiges Solo Instrument genutzt.

Die Kreativ Grooves von Schlagzeuger Etienne Nillesen bestehen gerne aus vielfältigen, rhythmisch intelligent angeordneten Sounds, vom gedämpften Stand Tom Tom über Holzblocktrommel bis zu kleinen, tibetischen Becken. Auch in den rockigen Passagen ist sein Schlagzeugspiel nie brachial, sein Sound immer akustisch, und klingt rhythmisch immer leicht und federnd.

Bassist Frank Schönhofer ist ein durchweg geschmackvoller Begleiter, der mit klanglichem Facettenreichtum, manchmal gefühlvoll gedämpften Saiten und anderen »natürlichen« Effekten musikalisch glänzt. Übrigens lohnt sich auch der Besuch von Frank Schönhofers Youtube Kanal, wo der vielseitige Kollege unter anderem als Sänger zu hören ist.

Fazit: Ich bin mir sicher »11 Songs Tenderly Messed Up« hält für Fans aller Musik Genres Momente wahren Hörglücks bereit – auf jeden Fall aber Liebhaber schlicht guter Musik. Hier gibt es übrigens ein sehr cooles Video zur CDDiese CD jetzt bestellen.

Tobias Hoffmann guitar | Etienne Nillesen drums | Frank Schönhofer e-bass

»Outro«

Erzähl deinen Freunden davon!

Das Zusammenstellen der Musik für diesen Beitrag hat mir sehr viel Spaß gemacht – ich hoffe ich habe ein wenig neugierig gemacht! Wenn du Musik entdeckst die dir gefällt: erzähl anderen davon! Ich glaube, wir alle können gute Musik gebrauchen?

»Hör Dich glücklich« Ausgabe zwei liegt bereits auf dem digitalen Schreibtisch, und folgt in Kürze. Viel Spaß mit deinen neuen CDs: ich wünsche dir intensives Glücklich Hören!

Nicht vergessen: CD Release Konzert am 18.02.2017 | 19.30 h in der Tonkunsthalle Köln Mülheim. Weitere Details, Tickets und Ermäßigungen hier. Auf Facebook findest du die Veranstaltung hier. Wir freuen uns wenn du die Veranstaltung mit Facebook Freunden teilst, und unsere Einladung weiter gibst. Danke!

Jazz Up Your Life!

 

Peter

 

Der Beitrag Hör Dich glücklich: 10 aktuelle Jazz CDs die Dein Leben bereichern werden! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/hoer-dich-gluecklich-10-aktuelle-jazz-cds-die-dein-leben-bereichern-werden/feed/ 0
Mein Jahr als Musiker mit 1000 Jobs! https://peterkahlenborn.de/mein-jahr-als-musiker-mit-1000-jobs/ https://peterkahlenborn.de/mein-jahr-als-musiker-mit-1000-jobs/#respond Fri, 23 Dec 2016 13:00:43 +0000 http://peterkahlenborn.de/?p=3542 Was schief lief, was ich gelernt habe und warum ich mich trotz Hindernissen besonders gut fühle Für mich geht ein gutes Jahr zu Ende – herzlichen Dank allen Musikfreunden, mit denen ich ein Stück Weg zusammen gehen durfte! Wenn ich die Welt um mich herum zutreffend wahrnehme stehe ich mit dem Gefühl nicht alleine da: es…

Der Beitrag Mein Jahr als Musiker mit 1000 Jobs! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Was schief lief, was ich gelernt habe und warum ich mich trotz Hindernissen besonders gut fühle

Für mich geht ein gutes Jahr zu Ende – herzlichen Dank allen Musikfreunden, mit denen ich ein Stück Weg zusammen gehen durfte!

Wenn ich die Welt um mich herum zutreffend wahrnehme stehe ich mit dem Gefühl nicht alleine da: es war ein intensives Jahr, gefühlt 1000 Jobs, und davon immer mindestens 3 gleichzeitig, ich bin weit entfernt von dem Punkt an dem ich geplant hatte jetzt angekommen zu sein, das Weltgeschehen ist nicht immer leicht zu verstehen – und trotzdem fühle ich besonders gut.

Ich habe viele Menschen kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen, viel von anderen gelernt, und ich spüre die besondere Relevanz von Musik, Kunst und Literatur für Leben und Gesellschaft deutlicher als je zuvor. In der Szene sprießen ständig neue Projekte, um mich herum wachsen Menschen zusammen, Unterstützung und Inspiration kommen von ganz unerwarteter Stelle – ständig begegnen mir Stichworte wie Neuorientierung, mehr Selbstverantwortung, Verdruss als Chance.

Ein paar persönliche Hürden sind genommen: eine völlig neu gestaltete Webseite www.PeterKahlenborn.de nimmt Form an, der Punkt wird greifbar, an dem all das spannende Video Material mit KollegInnen Interviews, Werkstattbesuch Trommelbau, Projekten von Kids mit namenhaften Profis veröffentlicht werden kann.

Der Newsletter kann demnächst regelmäßig erscheinen, und – große Freude – die »Peter Kahlenborn Trio« CD »Vesica Pisces« ist endlich da! »Vesica Pisces«, mit Tobias Hoffmann und Ralph Beerkircher (git) und Peter Kahlenborn (dm).

Dazu gleich mehr – vorweg zwei Video Inspirationen, deren Inhalt sich um aktuelle Fragen dreht: einmal geht es um Musikvermittlung, und einmal um »die Weltlage«. Geeignet für die kommenden Feiertage und zum Jahresabschluss.

Victor Wooten: You know how to do it!

 

Immer wieder begegnen mir in Gesprächen Musik hinderliche Glaubenssätze, die den Spaß am Lernen und an der Sache beeinträchtigen, oder sogar ganz verderben können.

Als mir vor einigen Tagen dieser TED Talk von Victor Wooten über den Weg lief musste ich an manche Sätze denken, die mir im Unterricht, nach einem Konzert oder während gepflegter Cafe Konversationen aufgefallen ist.

In Bezug auf »Das Lernen lernen« gehört der Bassist Victor Wooten zu den wichtigen Impulsgebern unserer Zeit, und für mich als (Musik) Lehrer zu den wichtigen Einflüssen. Ich bin verschiedenen seiner Masterclasses gefolgt, in denen Mr. Wooten einige verkrautete Vorstellungen in meinem Kopf sortiert hat.

In diesem Video beschreibt er anschaulich wie intuitives Lernen funktioniert, und warum er damit so erfolgreich ist. Schlüssig erklärt er, warum du niemals Anfänger warst, und doch immer einer sein wirst. Ein kurzer, inspirierender Vortrag zum Thema »mit Spaß erfolgreich musizieren«: Musik als Muttersprache. (Vortrag in Englisch)

»War Is Over«: John Lennon und Yoko Ono 1969

 

Dieses Video hat mich spontan berührt. Die schlichte Botschaft der »langhaarigen Drogenhippies«, vor denen besorgte Eltern und Erzieher einst warnten hat an Aktualität nichts verloren.

Die Vorstellung, Millionen von »War is over if you want it« Plakaten weltweit auf Straßen, Plätzen, in Wohnungs- und Schaufenstern zu sehen finde ich eine starke, und inspirierende Weihnachtsbotschaft. Dank an Julian Argüelles für den Link.

Aktuell hat Yoko Ono eine Neuauflage der Weihnachtskampagne von 1969 gestartet. Auf Ihrer Webseite stehen Plakate, Logos und Sticker in diverser Auflösung zum kostenlosen Download bereit, in mehr als 100 Sprachen. Please shareShare on Facebook!

Das Trio, Interviews und Inspiration jetzt auch auf Facebook!

 

Ab sofort sind mein Lieblingstrio mit Tobias Hoffmann und Ralph Beerkircher (git) und ich (dm) auf Facebook zu finden. Hier gibt es latest News, neue Musikvideos und aktuelle Trio Infos, bspw. zum CD Release Konzert am 18.02.2017 in der Tonkunsthalle in Köln-Mülheim.

Ebenfalls neu auf Facebook: Peter Kahlenborn Musik. Hier poste ich Inspirierendes über Musik und Musikvermittlung, Interviews mit KollegInnen, Neuerscheinungen, Veranstaltungen, u.v.a.m.. Sowohl auf Facebook als auch auf meiner Webseite gibt es jetzt kostenlose Musik Downloads!

Auch wenn es im Leben Wichtigeres gibt als „Likes“, freuen wir uns über Unterstützung: bitte auf gefällt mir klicken und Beiträge teilen. Danke!

Sie ist da: Trio CD »Vesica Pisces« mit Gratis Downloads!

 

So. Jetzt aber.

Viel Zeit, Liebe, Passion und Geld ist in das Projekt geflossen – endlich ist es geschafft. Unsere Trio CD »Vesica Pisces« ist da! Tobias Hoffmann und Ralph Beerkircher (Gitarren), Peter Kahlenborn (Schlagzeug).

Das offizielle CD Release Konzert ist wie gesagt am 18.02.2017 in der Tonkunsthalle Köln-Mülheim. Save the date!

Geteilte Freude ist doppelte Freude: ab sofort stehen drei CD Tracks, der 2. Produktion auf eigenem Label zum Gratis Download bereit! Bitte ungeniert zuschlagen.

Frohes Fest und alles Gute für 2017

 

Abschließend wünsche ich Euch und Ihnen inspirierte Feiertage, uns allen ein friedliches Weihnachtsfest, und einen entspannten Start in 2017!

Jazz Up Your Life

Peter Kahlenborn

 

#VictorWooten #JohnLennon #YokoOno #FreeDownloads

Der Beitrag Mein Jahr als Musiker mit 1000 Jobs! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/mein-jahr-als-musiker-mit-1000-jobs/feed/ 0
»You Must Believe in Spring« – hier ist warum! https://peterkahlenborn.de/you-must-believe-in-spring/ https://peterkahlenborn.de/you-must-believe-in-spring/#respond Mon, 11 Apr 2016 13:03:29 +0000 http://peterkahlenborn.de/?p=1984 Willkommen im Frühling! In diesem Beitrag geht es um einige der einzigartigen Benefits von Jazz und improvisierter Musik, um »Mindset Fragen«, und um das Bill Evans Album »You Must Beliebe In Spring« von 1977, was ich allen Menschen mit Ohren ans Herz lege. Außerdem zelebrieren meine Trio Kollegen Ralph Beerkircher und Tobias Hoffmann (git) zusammen mit mir die…

Der Beitrag »You Must Believe in Spring« – hier ist warum! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Willkommen im Frühling!

In diesem Beitrag geht es um einige der einzigartigen Benefits von Jazz und improvisierter Musik, um »Mindset Fragen«, und um das Bill Evans Album »You Must Beliebe In Spring« von 1977, was ich allen Menschen mit Ohren ans Herz lege.

Außerdem zelebrieren meine Trio Kollegen Ralph Beerkircher und Tobias Hoffmann (git) zusammen mit mir die hereinbrechende Jahreszeit in einem von Frühlingseindrücken inspirierten Video!

Es gibt diese Woche ein Konzert mit einer Hammer Band, weiter unten einen Link zu kostenlosen Musik Downloads, und ein Video zum Thema »Neue Wege in der Musikvermittlung«: Bericht von meinem Besuch im Mallet-Institute Düsseldorf. Inklusive Interview mit dem Gründer und Leiter Matthias Goebel.

»You Must believe In Spring«

Das ist nicht nur der Titel eines meiner Lieblingsalben von Bill Evans – einer Ikone des Jazz Pianos. Der Titel – eine Komposition von Michel Legrand – gehört für mich zu den besten überhaupt. Während ich diesen Text schreibe höre ich mir das Album gerade mal wieder an …

Die Musik des Trios mit Eliot Sigmund (drums) und Eddie Gómez (bass) ist an Spontanität und Spielfreude kaum zu überbieten. Ruhigere Stücke wie der unglaubliche »B Minor Waltz« strahlen wohltuende Ruhe aus – einfach inspirierend und zeitlos schön. Das Trio transportiert die Botschaft überzeugend frisch, was den einfachen Aussagesatz aktuell und lebendig macht.

Gerade in Zeiten des Umbruchs, lebhafter Diskussion und politisch gesellschaftlicher Herausforderungen scheint mir die mit dem Titel implizierte Aufforderung eine brauchbare Gedankenstütze für den Alltag:

Eine gesunde Portion Vertrauen in Menschen und Situationen, in die Überzeugungskraft von Authentizität und gelebtem Mitgefühl, in das bewusste Fokussieren auf Schönheit, und nicht zuletzt in die Kraft gelebter Musik.

Zum Thema »Gedankenstütze« siehe auch Blogger Till Schlenzigs‘ Beitrag zu »Mindset Fragen« weiter unten.

»You Must Believe In Spring«. Yes. Eine Aussage, die sich auch als Symbol für die Transformationskraft von Improvisation in der Musik verstehen lässt: Musik hilft Menschen ein Stück weit mehr zu der Person zu werden die sie gerne sein möchten.

Aber eigentlich wollte ich ja nur ein paar Neuigkeiten loswerden …

Trio Video: »Celebrating Spring«

2

Bild klicken und Video anschauen

Unsere erste Trio Session im neuen Proberaum in Köln-Mülheim. Ralph brachte »zur Einweihung« mehrere Kompositionen von Paul Motian, einem unserer gemeinsamen »Heroes In Music« mit.

Die Aufnahme mit einfachem Stereo Mikrofon war ursprünglich nur für uns gedacht, und die Video Funktion des Q3 Zooms nur zufällig eingeschaltet. Als ich mir aber tags darauf in der Frühlingssonne sitzend die Aufnahme anhörte fand ich das inspirierende Gitarrenspiel meiner »Jungs« so schön dass ich mein Hörglück gerne teilen wollte.

Spontan kam mir die Idee zu einem »Celebrating Spring« Video. Zuerst wollte ich das zufällige Bildmaterial des Zooms gar nicht verwenden. Auf der Suche nach passendem Filmmaterial machte ich mich auf in Richtung Hauptbahnhof.

Überall in der Stadt genießen (nicht nur) Menschen mit einer gewissen Andacht das immer wieder beeindruckende Mysterium der plötzlich komplett veränderten Atmosphäre. Beim Schneiden fand ich der »Überwachungskamerastyle« hat was, so dass ich das verschiedenartige Bildmaterial gemischt habe. Danke auch an Peter Tümmers und Gerhard Richter für die tollen Fotos.

Viel Spaß. Celebrate with us!

Do 14.04.2016 im Roxy: »Stereo Love«

Pablo Held / Sebastian Sternal (piano) Robert Landfermann / Christian Ramond (bass) Silvio Morger (dm) Peter Kahlenborn (perc)

»Stereo Love«. Nach dem schönen Januar Konzert im Kölner Artheater waren sich alle einig: das muss wiederholt werden!

Zum zweiten mal darf ich mir für das auf Pablos Initiative zurückgehende Projekt ein Perkussion Set speziell für diese Band zusammenschrauben!

Ich freue mich besonders Silvio wieder an meiner Seite zu haben: wir treffen uns hin und wieder zum gemeinsamen Trommeln – was dem Abend und der Band sicher nicht schaden wird.

Ich freue mich auf meinen langjährigen Kollegen Christian Ramond, und natürlich die beiden unglaublichen, jungen Piano Cracks Sebastian Sternal und Pablo Held, sowie den fantastischen Robert Landfermann.

Zu hören gibt es wieder Musik von Pablo, Joe Zawinul und … ach genug, mehr verrate ich noch nicht.

Hier der Link zu Roxy Veranstaltungen auf Facebook. Jeden Donnerstag!

21:30 geht’s los.

Adresse: Aachener Str. 2, 50674 Köln

»Stippvisite« Mallet-Institute Düsseldorf

Und noch ein Video – zu einem meiner Lieblingsthemen: »Neue Wege in der Musikvermittlung«.

Intuitives, selbstbestimmtes Lernen: Bericht von meinem Besuch im Mallet-Institute Düsseldorf.

Vorgestellt werden verschiedene Mallet Instrumente, ein außergewöhnliches Schlagzeug aus der Werkstatt von Trommelbauer Ingo Tenbücken (Drums & Bikes), und es gibt ein Interview mit dem Institut Gründer und Leiter Matthias Goebel.

Ähnlich wie in meinem Unterricht lernt man im Mallet-Institute an den eigenen Interessen und der Musik entlang. Improvisation und das Zusammenspiel in einem Ensemble ab Stunde Eins spielen dabei eine wichtige Rolle.

Viel Spaß beim Reinhören!

Hier der Link zum Mallet-Institute Video und noch mal zur Trommelwerkstatt »Drums & Bikes«.

Ein Lieblingsthema zum Schluss: Mindsetfragen

Das eingangs bereits angeschnittene Thema »Mindset«.

Immer wieder erlebe ich wie direkt meine innere Einstellung meine Umgebung positiv oder auch negativ beeinflusst. Nicht jeder erlernte Glaubenssatz erweist sich als konstruktiv, oder sorgt für die Resultate die ich mir persönlich wünsche.

Zu diesem spannenden Thema schickte mir neulich Blogger Tim Schlenzig seinen Beitrag »13 Dinge die mental starke Menschen nicht tun«.

Ich habe den Artikel gerne gelesen, und sogar die Überschriften ausgedruckt: quasi als Spickzettel wenn es mich mal wieder zu überkommen droht. Diesen wie ich finde guten Beitrag wollte ich gerne teilen.

Hier klicken und Tims‘ Beitrag lesen.

Vielen Dank für Dein Interesse! Ich freue mich wenn wir uns bei einer der nächsten Live Veranstaltungen sehen!

ÜBRIGENS: Im frühen New Orleans bezeichnete das Adjektiv »jazzy« einen im positiven Sinne etwas verrückten Menschen mit »eigenem« Kopf.

Die von solchen Personen ausgehenden, oft eher ungewöhnlichen Ideen wurden als in die ganze Gemeinschaft ausstrahlende, innovative Impulse und allgemein geschätzt.

In diesem Sinne: »Jazz Up Your Live«

Peter

PS: Was sind Deine Geheimrezepte für Gelassenheit? Einen konstruktiven Kreativ-Mindset? Umsetzen guter Frühlingsenergie?

Kannst Du Musik, einen Film, ein Buch oder einen Beitrag empfehlen? Kannst Du hilfreiche Erfahrungen weitergeben?

Share it: Hinterlasse uns einen Kommentar!

Fotos: Peter Tümmers (Beitragsfoto) | Gerhard Richter (Fotolink zum Video) | Matthias Goebel u. Peter Kahlenborn (netter Mitmensch im Cafe) | Pixbay (Gehirn und Frühlingsstrauß)

Der Beitrag »You Must Believe in Spring« – hier ist warum! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/you-must-believe-in-spring/feed/ 0
Erfinden wir uns neu: Abrissbirne, Inklusion, Neue Musik, Stress ade und Jazz! https://peterkahlenborn.de/erfinden-wir-uns-neu-inklusion-jazz-stress-ade/ https://peterkahlenborn.de/erfinden-wir-uns-neu-inklusion-jazz-stress-ade/#comments Mon, 18 May 2015 17:10:44 +0000 http://peterkahlenborn.de/?p=1470 Persönliche Eindrücke vom Musikschulkongress 2015 in Münster Ganz schön viel Arbeit, aber lohnend wars: Der Kongress war inspirierend! Sozusagen »Vernetzung von Inspiration«. Zunächst mal großes Lob an den Verband deutscher Musikschulen (VdM): perfekte Organisation,  aktuelle Themen! Das Klima in Münster ist bestimmt von einer ansteckenden Aufbruchstimmung im Bereich Musikschule: viele Menschen mit Tatendrang und Ideen. Kann es sein, dass »Musikschule«…

Der Beitrag Erfinden wir uns neu: Abrissbirne, Inklusion, Neue Musik, Stress ade und Jazz! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
Persönliche Eindrücke vom Musikschulkongress 2015 in Münster

Ganz schön viel Arbeit, aber lohnend wars: Der Kongress war inspirierend! Sozusagen »Vernetzung von Inspiration«.

Zunächst mal großes Lob an den Verband deutscher Musikschulen (VdM): perfekte Organisation,  aktuelle Themen!

Das Klima in Münster ist bestimmt von einer ansteckenden Aufbruchstimmung im Bereich Musikschule: viele Menschen mit Tatendrang und Ideen.

Kann es sein, dass »Musikschule« gerade im Begriff ist, sich zu neu (er-) finden? Erfreulich häufig wahrgenommene Schlagwörter sind: Inspiration, Verantwortung und Eigeninitiative.

Viele der Kongressthemen drehen sich um Fragen, die mir in meiner Arbeit als Musikschullehrer und Mitglied der Lehrervertretung regelmäßig begegnen.  Nachfolgend also mein Bericht, mit dem ich persönliche Inspirationen und wertvolle Infos teilen möchte.

Dazu habe ich eine Auswahl der besuchten Einzelveranstaltungen zu Kurzinfos zusammengefasst.

Veranstaltungsformate des Kongresses sind Workshop, Podiumsdiskussion, Impulsreferat und informativer Vortrag. Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt es hier. Weiterführende, interessante Veranstaltungshinweise sind am Ende des Beitrags aufgelistet.

Die freundliche Kongressatmosphäre bietet reichlich Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen, Schulleitern, Hochschulprofessoren, Verbandsvorsitzenden, Initiativen, Musikliebhabern, Laien und Profimusikern aus dem gesamten Bundesgebiet.

In einer separaten Ausstellungshalle präsentieren Hersteller und Verlage neue Produkte: Blas-, Tasten-, Streich- und Orff-Instrumente, Perkussion, Neuentwicklungen wie Veeh Harfe (Video), Japanische Gank (Klangbeispiel hier) Noten, Lehrmaterial, verschiedene Software oder: den therapeutischen Klangstuhl.

Hmm … ein Genuss!

Im Gegensatz zu Event-Riesen wie der Musikmesse Frankfurt lässt sich hier ganz entspannt ausprobieren. An den Infoständen kommt man mit kompetenten Beratern ins Gespräch.

Zu den Workshops und Vorträgen gibt es jeweils ein Handout. Alle Handouts stehen nach Auskunft des Kongressbüros in Kürze auf der Webseite des VdM zum Download bereit.

Vortrag »Qualitätsmanagement Musikschule«

»Der Erfolg von Musikschulen ist künftig davon abhängig inwieweit sie in der Lage sind, sich weiter zu entwickeln«.

Referenten: Uwe Raschen, Leiter Jugendmusikschule Stade

Hermann M. Schnabel, Leiter der Musikschule Unterhaching

Diese Veranstaltung richtet sich, wie ich zu spät bemerke, an Musikschulleiter, was den Besuch aber nicht weniger interessant macht. Im Gegenteil.

Etwaigen Berührungsängsten mit dem Begriff »Qualitätsmanagement« wissen die Referenten gleich zu Anfang zu zerstreuen: im Mittelpunkt ihrer Begriffsdefinition steht der Mensch.

Das vorgestellte »Gesamtpaket Qualitätsmanagement« setzt sich aus einem durchdachten Mix von Analyseinstrumenten und Entwicklungskatalysatoren zusammen:

  1. die kostenfreie Anwendersoftware »GrafStat« für Musikschulumfragen und ihre Auswertung
  2. das modulare Fortbildungsangebot zur Musikschulentwicklung auf der Grundlage des so genannten »EFQM«
  3. die Betreuung der Implementierung des Qualitätssystems Musikschule (QsM)

Herr Raschen und Herr Schnabel beraten im Auftrag des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) bundesweit.

Alle drei Komponenten ermöglichen in Kombination eine zuverlässige Bestandsaufnahme. Hintergrund ist das vollständige Erfassen vorhandener Kapazitäten einer Schule und ihres Umfeldes. Auf dieser Basis kann Bestehendes geprüft und weiterentwickelt, und können ungeahnte Ressourcen entdeckt und mobilisiert werden.

Uwe Raschen: »Egal wie gut wir sind: niemand kann alles im Blick haben. Für nachhaltige Erfolge ist aber gerade entscheidend, jeden Winkel einer Musikschule zu erfassen«. Im Zentrum, so betont Herr Raschen, müsse dabei die spürbare Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters stehen. »Auf vieles kann ein Mensch verzichten: nicht aber auf Wertschätzung«.

Nur so, zeigt die Erfahrung, lässt sich ein eigenes Profil entwickeln, das den individuellen Bedürfnissen, Kapazitäten und Umständen vor Ort gerecht wird.

Der VdM bietet zu dem System umfangreiche Beratungen und Fortbildungen an. Angeboten werden auf Wunsch auch Beraterbesuche an Musikschulen vor Ort. Im Wesentlichen ist QsM ein Modell für Musikschulen auf Basis dessen, was die Europäische Gesellschaft für Qualitätsmanagement (EFQM) in Jahrzehnten erforscht hat.

Die Musikschule erwirbt dabei eine Lizenz zur Anwendung der Branchenversion für Musikschulen beim Bundesverband.

Inklusive ist eine Beratung in 5 Workshops, die je nach Musikschule  innerhalb von ein bis eineinhalb Jahren stattfinden.

Neu vom VdM angeboten wird künftig ein zeitlich flexibles „Modulares Fortbildungsangebot zur Musikschulentwicklung auf der Grundlage von EFQM“, bestehend aus sechs Fortbildungsmodulen, die einzeln oder aufeinander aufbauend bearbeitet werden können.

Geplant ist, dass Musikschulen hierbei pro Jahr ein oder auch zwei Fortbildungsangebote nutzen können. Ab dem Sommer werden zunächst die Musikschulen im Landesverband der Musikschulen in Mecklenburg-Vorpommern ein Modul in Form eines Pilotprojektes bearbeiten. Ausgehend von den dabei gewonnenen Erfahrungen wird der VdM dann ein Angebot für alle Musikschulen erstellen.

QsM scheint mir ein vielversprechendes Konzept. Das System kann auch von mehreren Musikschulen gemeinsam genutzt werden. Zur dahingehenden Vernetzung wird ausdrücklich angeregt.

Weiterführende Infos hierzu sowie über das »Pilotprojekt Mecklenburg 2015« sind über den VdM zu erhalten: VdM Bundesgeschäftsstelle, Claudia Wanner: Tel. 0228 / 95706-21,
E-Mail: wanner@musikschulen.de

Und jetzt Alle: Neue Musik mit Musikschulensembles

Variabel besetzte Ensembles spielen Musik von heute

Referent: Prof. Stephan Froleyks, Musikhochschule Münster

Internet: www.stephan-froleyks.de

Zur Einführung gibt Schlagzeuger und Komponist Stephan Froleyks ein kleines »Solokonzert« für 2 postkartengroße Steinplatten.

Über einen Zeitraum von mehreren Minuten – so lautet die Spielanweisung – ist eine gleichmäßige Spannung mittels Geräusch zu erzeugen. Instrumente sind frei wählbar.

Mit dieser Aufgabenstellung gibt er Einblick in mögliche Konzeptionen Neuer Musik, Vorgaben und gestalterische Freiheiten (Improvisation), seine persönliche Arbeitsweise und die Gedankenwelt des Komponisten.

Stephan Froleyks stellt verschiedene Werke Neuer Musik (Notenbeispiele) vor und referiert ihre Geschichte.

Die Kompositionen seines Handouts repräsentieren eine Auswahl typischer Aufgabenstellungen und Spielanweisungen. Die Werke sind bewusst im Hinblick auf ihre Eignung für das Musizieren mit Laienensembles bzw. die Musikschularbeit ausgesucht.

Doppelt nützlich finde ich, dass die Musik im Ergebnis ganz harmonisch bis völlig abstrakt klingen kann. So können nicht nur spieltechnische Fähigkeiten, sondern auch verschiedene Hörgewohnheiten berücksichtigt werden.

Insgesamt stellt Prof. Froleyks sechs verschiedene Werke vor, die von der Instrumentierung und Besetzung her variabel sind.

Die Stücke bieten dem Instrumentalisten die Möglichkeit sich nach eigenem Gestus und musikalisch sinnvoll einzubringen. Dabei lassen die Anweisungen genügend »Platz im Kopf«, um die entstehende Musik wirklich zu erleben.

Die Konzeption der Beispiele ist flexibel und ermöglicht die problemlose Integration unterschiedlicher Spielniveaus oder auch Altersgruppen in einer Gruppe.

Im Verlauf des Workshops probieren wir drei der Kompositionen unter Anleitung aus, mit unterschiedlich befriedigendem Ergebnis 😉

Das vielfältige Potential lässt sich aber erahnen, und bei entsprechender Vorbereitungszeit kann ich mir gut vorstellen, dass die Musik in verschiedensten Settings sehr gut funktionieren kann.

Bei Interesse an den Notenbeipielen bitte melden: peter@peterkahlenborn.de

Workshop »Erlebnisraum Jazz & Verwandtes«

Ideen für kleine und große Ensembles

Referent: Harald Rüschenbaum, München

Internet: www.haraldrueschenbaum.de

Den Workshop des Kollegen Harald Rüschenbaum finde ich besonders inspirierend. Harald Rüschenbaum ist profilierter Jazz Schlagzeuger und u.a. Leiter des Landesjugendjazzorchesters Bayern.

Seinen Ansatz kann ich nur als direkt, praxisorientiert und menschennah beschreiben. Ganz Improvisator entsteht bei Harald Rüschenbaum alles aus dem Moment heraus. Dieser Moment will selbst erfahren sein.

Klassisch ausgebildeten, an Improvisation interessierten Instrumentalisten empfehle ich unbedingt, nach einem Workshop mit Harald Rüschenbaum Ausschau zu halten. Ich verspreche: es wird keiner bereuen.

Aber auch für Kreative aus den Bereichen Rock, Pop und Jazz ist Harald Rüschenbaums authentische Vermittlungsmethode mit Sicherheit eine Bereicherung.

Die Tagesordnung bestimmen die Teilnehmer des Workshops selbst. Welche Themen behandelt werden, kann man auf einem bereitgestellten Flipchart notieren. Die Wunschthemen handelt Harald Rüschenbaum spontan und souverän ab. Aus dem ersten Begriff »Improvisation« wird gleich eine Übungsanweisung:

»Bitte alle aufstehen. Ihr habt 5 Minuten Zeit um 5 Menschen hier im Raum kennenzulernen. Ab …. jetzt!«

Den Begriff »Harmonielehre« kommentiert Harald Rüschenbaum mit nachdenklichem »Wow«. Er bittet einen Freiwilligen eine II-V-I Verbindung auf dem Klavier anzuspielen und befragt uns nach unserem Gefühl. »Wonach fühlt der letzte Akkord sich an: Aufstehen, Gehen, Hinsetzen«?

»Hinsetzen.«

»Tonika!« (Grundton)

Keine weiteren Fragen.

Ähnlich bildhaft verwandelt Rüschenbaum klassischerweise »trockene« Themen wie Harmonie, Melodie und Rhythmus durch Singen, Tanzen und Selbstprogrammierung in lebendige, erfahrbare Wesen. Die ansteckende Mitmach-Art seiner Übungen ist für die Musikschularbeit mit Kindern oder auch Gruppenarbeit in jedem anderen Kontext von Gemeinschaft wertvoll.

Musikvermittlung wird zum »Kinderspiel«.

»Körperlich gefühlte Musik«, so Rüschenbaum »ist selbsterklärend«.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Impulsreferat »Stressbalance und die 5 E’s«

Leistung? Ja gerne! Burn Out? Nein danke!

Referentin: Henriette Wouters-Schumbeck, Neuss

Internet: www.wouters-schumbeck.de

Das Impulsreferat »Stressbalance« war der meistbesuchte Workshop, den ich auf dem Kongress erlebt habe! Das spricht, ich muss sagen traurigerweise, für die  Relevanz des Themas.

Zu den häufigsten Ursachen von negativem Stress gehören nach Frau Wouters-Schumbeck »Knoten im Hirn« wie »nicht nein sagen können«, Fehleinschätzung der persönlichen Leistungsgrenze (»ich schaffe das schon…«), Mangel an bewussten Entspannungsphasen im Arbeitsalltag oder auch gegenseitige Kommunikations- und Wahrnehmungsdefizite.

Wie man Stress erfolgreich in Balance halten kann, erläutert Frau Wouters-Schumbeck entlang ihres Konzepts der fünf E’s:

  1. Emotionale Bewusstheit (Stresssignale frühzeitig erkennen)
  2. Einstellungsänderung
  3. Entspannung
  4. Entlastung
  5. Ernährung

Zum Thema Stressbalance bietet sie persönliches, professionelles Coaching an, oder auch Fortbildungen in Gruppen. Infos finden sich auf Frau Wouters-Schumbecks Webseite.

Ich selbst kann zu den genannten Themen folgende Klassiker der Coaching Literatur (i.S.v. Hilfe zur Selbsthilfe) empfehlen:

»Sage Nein ohne Skrupel« von Dr. Manuel J. Smith

»Effortless Mastery« von Kenny Werner

»Der Weg des Künstlers« von Julie Cameron

»Coach dich selbst sonst coacht dich keiner« und

»Coach dich selbst zu einer neuen Karriere«, beide von Talane Miedaner

Weitere interessante Buch- und DVD Empfehlungen sind auf meinem Blog www.PeterKahlenborn.de unter dem Reiter »Inspiration & Nützliches« zu finden.

Vortrag Inklusion: »Musik im Alter«

Ein neues Aufgabenfeld der Musikschulen

Referent: Prof. Dr. Hermann Wickel, Münster

Internet: www.dg-musikgeragogik.de

Auf diese Veranstaltung war nicht nur ich besonders neugierig: Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer fragten sich, was genau damit gemeint ist.

Eine neue Musiktherapie? Mach ich da Mundorgel-Singkreis? Meine Schlagzeugklasse begleitet das weihnachtliche Blockflötenkonzert im Seniorenheim? 😉

Keine Sorge.

Die in Münster vorgestellten Ansätze sind so vielfältig, dass sie sich nicht in wenigen Worte beschreiben lassen. Deutlich spürbar ist, dass die vorgestellten Projekte den jeweiligen Kollegen richtig Spaß machen. Dabei hatten auch sie anfangs manche Fragezeichen im Hinterkopf.

Für das neue Fach wurde der Begriff »Musikgeragogik« entwickelt.

Aber warum überhaupt »das neue Aufgabengebiet«? Prof. Dr. Wickel, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik, reagiert auf die Frage mit nüchternen Zahlen: Gemessen an der Gesamtbevölkerung steigt der Anteil älterer Menschen kontinuierlich. Statistisch betrachtet wird ein heute geborenes Mädchen im Durchschnitt 103 Jahre alt!

Prof. Dr. Wickel betont, dass es in der so genannten »Musikgeragogik« nicht um die Entwicklung allgemeiner Standards geht. Vielmehr ermutigt er, eigeninitiativ Konzepte »am Menschen und ihrer Situation entlang« zu entwickeln.

Erfahrungen zeigen auch hier, dass nachhaltig am besten funktioniert, was sich im Verlauf durchlebter Prozesse aus sich selbst heraus entwickelt. Sein Rat lautet: basierend auf diesem Wissen einfach mutig, mit Geduld und Vertrauen irgendwo anzufangen.

Interessenten, so Prof. Wickel, können sich bspw. an Mehrgenerationenhäuser, Alteneinrichtungen, Volkshochschulen, Senioren-Begegnungsstätten und Kirchengemeinden wenden.

Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene, bereits praxiserprobte Konzepte vorgestellt. Dazu gehört durchaus der klassische Einzelunterricht. Eine Kollegin: »Das macht richtig Spaß. Stellen sie sich vor: die üben«!

Des Weiteren Projekte wie »Musikvermittlung als gemeinsame Hör- und Philosophierstunde«, Musizieren mit Demenzkranken (einzeln / in Gruppen), das Projekt »Unter 7 – Über 70« (Kinder und ältere Menschen in ein und demselben Ensemble), oder (Lehrer-) Konzerte für Demenzkranke und deren Angehörige.

Prof. Dr. Wickels Rat: »Tun Sie nichts, womit Sie sich nicht wohl fühlen, und nur das, was Ihnen tatsächlich Spaß macht«.

Zum übergeordneten Thema Inklusion macht er auf die »Potsdamer Erklärung« aufmerksam. Darin sind Hinweise zur  besonderen Situation bzgl. den Bedürfnissen älterer Menschen formuliert.

Weiterbildungsangebote zum Thema sind unter www.musikgeragogik.de zu finden. Für Fragen stellt Prof. Dr. Wickel folgende E-mail-Adresse zur Verfügung: wickel@fh-muenster.de .

Literaturempfehlungen:

Podiumsdiskussion »TIPP, TISA, CETA und mehr« (WDR Aufzeichnung)

Kulturelle Abrissbirne, Untergang des Abendlandes oder Sturm im Wasserglas?

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Christian Höppner (Deutscher Kulturrat/Deutscher Musikrat

Raimund Barteln (Deutscher Städtetag

Marc Grandmontagne (Kulturpolitische Gesellschaft)

Rainer Bode (Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren)

Moderation: Matthias Pannes (Bundesgeschäftsführer des Verbandes deutscher Musikschulen)

 

Ein aktuelles und nach Einschätzung von Experten bedeutendes Thema! In dieser Podiumsdiskussion geht es um Handelsabkommen zwischen der EU, den USA und Kanada, namentlich TTIP, CETA und TISA, die aktuell in Verhandlung sind.

Im Rahmen dieser Abkommen, so befürchten Experten, werden Bildung und Kultur per Gesetz zur Ware, deren Wert nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt wird. Und das europaweit.

So könnte bspw. ein privates Franchise Unternehmen XY vor einzurichtenden Schiedsstellen gegen die öffentliche Förderung einer kommunalen Musikschule im gleichen Ort klagen und die Förderung als unzulässigen Wettbewerbsvorteil gesetzlich unterbinden.

Diese Wirtschaftsabkommen sollen noch 2015 unter Dach und Fach kommen.

Was Kulturschaffende und Verbände besonders beunruhigt ist, dass die Verhandlungen geheim und unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt werden. Inzwischen, so berichtet Prof. Christian Höppner, Vorsitzender des Deutschen Musikrats, fühlen sich selbst EU-Abgeordnete bewusst desinformiert.

Nachdem jedoch was bekannt ist, ist zu befürchten dass die politische Entscheidungsfreiheit der Kommunen auch in anderen Bereichen drastisch beschnitten wird.

Das man insgesamt nur spekulativ argumentieren kann, so die Diskussionsteilnehmer, behindere den demokratischen Meinungsbildungsprozess besonders.

Die verschiedenen Verbände fordern Transparenz, eine offen geführte Diskussion und demokratisch gesteuerte Entscheidungsprozesse.

Informationen, Arbeitsmaterialien und das Programm des TTIP Aktionstages am 21.05.2015 sind zu finden unter www.stop-ttip.org

Persönliches Fazit

Für den Besuch künftiger Kongresse und ähnlicher Veranstaltungen des VdM werbe ich explizit. Das Forum bietet viel wertvolle Informationen, Fortbildungsmöglichkeiten und ein buntes Rahmenprogramm.

Erfreulich, dass veranstaltungsübergreifend besonders die Menschen in ihrer Individualität als wesentliche Säulen erfolgreicher Musikschularbeit gesehen werden.

Das Feedback von Lehrkräften, Eltern und Schülern angeschlossener Schulen oder auch interessierten Laien ist beim VdM übrigens jederzeit ausdrücklich erwünscht!

Den Austausch in Münster mit großen und kleineren Menschen von 6-80 plus fand ich sehr bereichernd. Die in den Workshops gegebenen Anregungen werden meine Arbeit als Musiker wie Musikvermittler nachhaltig bereichern.

Ein Hinweis für Musikschulkräfte: die Kongressgebühren (110 €) und anfallende Fahrtkosten können in der Regel als Fortbildungskosten von der Musikschule erstattet werden.

Noch ein persönlicher Spartipp: wegen des Bahnstreiks bin ich umgestiegen und das erste Mal mit dem Fernbus gereist. Das war eine unterhaltsame Erfahrung: symphatische Menschen aller Altersgruppen, freundliche Fahrer, WLAN und Steckdose am Platz, saubere Toilette im Bus. Es gibt günstige Snacks und Getränke. Bezahlt wird in eine »Vertrauenskasse«. Die Fahrt Köln – Münster  hin- und zurück hat 28 € gekostet.

»Gezellig« mit dem Fernbus

Zum guten Schluss: wenn du Informationen in diesem Beitrag hilfreich findest,  teile den Beitrag mit Freunden, und gib gute Informationen weiter.

How About You?

Du warst auf dem Kongress und kannst die Infos ergänzen?

Welche Erfahrungen / Infos rund um das Thema »Musikschule« kannst du weitergeben? Kannst du Fortbildungen empfehlen?

Nutze die Kommentar Option und gib nützliche Anregungen an andere weiter. Danke!

Erfinden wir (Musik-) Schule neu – initiativ und eigenverantwortlich, jeder für sich als auch im Team mit anderen. In diesem Sinne.

Ich wünsche dir wie immer eine inspirierte Zeit – sei dein eigener Meister!

Peter

PS.: Der nächste Musikschulkongress findet vom 19.-21. Mai 2017 in Stuttgart statt

 Newsletter

 

Ergänzende Hinweise:

»Song für eine Welt« – Song Contest zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik

Einsendeschluss: 31.06.2015

Internet: www.eineweltsong.de

Email: songcontest@engagement-global.de

Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren

»Der Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik ruft jungen Menschen dazu auf, sich Gedanken über Fragen der Globalen Entwicklung zu machen und Verantwortung für die EINE WELT zu übernehmen. In diesem Jahr wird der Schulwettbewerb zum ersten Mal von einem Song Contest begleitet«.

»Tag der kulturellen Vielfalt und Aktionstag gegen TTIP«

Wann: 21.05.2015

Wo: bundesweit

Internet: www.tag-gegen-ttip.de

Veranstalter: Deutscher Kulturrat e.V.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit: »Die Europäische Kommission verhandelt mit der amerikanischen Regierung über die größte Freihandelszone der Welt (TTIP). Ziel ist es, alle vermeintlichen Handelshemmnisse zwischen beiden Wirtschaftsräumen abzubauen. Kulturelle Vielfalt, so scheint es, ist geschäftsschädigend«.

Kultur ist keine Ware, und Bildung keine Dienstleistung nach rein Marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Kultur braucht kein TTIP.

»Spektrum Inklusion«

Tagung für Musikschulleitungen und Lehrkräfte, Studierende und alle am Thema Interessierten

Wann: 17.Sept.2015 | 9:30 – 17.30 h

Wo: Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50, 44147 Dortmund

Internet: www.musikschulen.de

Ansprechpartnerin: Britta Schütz

Telefon: 0228/95706-18

Email: schuetz@musikschulen.de

»Ziel der Tagung ist die Besonderheit von Beschäftigung mit Musik anderer Kulturen verständlich zu machen, und gleichberechtigte Tableaus für die unterschiedlichen musikalischen Kulturen zu schaffen. Gerade von den Unterschieden und Gegensätzen wie Musik gehört, gespielt und gelernt wird, können die Kulturen untereinander profitieren«.

Der Beitrag Erfinden wir uns neu: Abrissbirne, Inklusion, Neue Musik, Stress ade und Jazz! erschien zuerst auf Peter Kahlenborn.

]]>
https://peterkahlenborn.de/erfinden-wir-uns-neu-inklusion-jazz-stress-ade/feed/ 5